Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee

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Spatenstich am 8. August 2017
Eröffnung am 5. Dezember 2017

Die Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee wurde als erster Schritt des geplanten Ausbaus des Bahnknotens Bahnhof Neumarkt-Köstendorf im Herbst 2017 realisiert.

Einleitung

Die ÖBB planen die Verlängerung der Mattigtalbahn vom Bahnhof Steindorf zum Bahnhof Neumarkt-Köstendorf (voraussichtlich 2019 bis 2020) sowie den Umbau und Modernisierung des Bahnhofs Neumarkt-Köstendorf (voraussichtlich 2019 bis 2020). Zusätzlich kam es mit Winterfahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 zu einer erheblichen Erhöhungen der haltenden Züge. Waren es bis 9. Dezember 79 Züge, die innerhalb von 24 Stunden am Bahnhof Neumarkt-Köstendorf hielten, so sind es ab 10. Dezember nun 132 Züge pro Stunde (+ 57 %).

Errichtung

Gemeinsam mit dem Land Salzburg und der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee errichtet die ÖBB Immobilienmanagement GmbH als ersten Schritt eine Park & Ride Anlage mit 246 Pkw-Stellplätzen. Um die Fläche dafür zu gewinnen, wurden seit Ende Juni leerstehende Gebäude im Bereich des Bahnhofs abgetragen. Am 8. August 2017 war der Spatenstich für die Errichtung der Park & Ride Anlage.

Die neue P&R-Anlage wurde am 5. Dezember 2017 vor dem Fahrplanwechsel (9. Dezember 2017) fertiggestellt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beliefen sich auf 1,4 Mio. Euro, wovon 50 % die ÖBB-Infrastruktur AG, 37,5 % das Land Salzburg und 12,5 % die Gemeinde Neumarkt am Wallersee übernehmen.

Zusammen mit den bereits vorhandenen Parkplätzen stehen nun 403 Pkw-Stellplätze am Bahnhof Neumarkt-Wallersee zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es 125 Abstellplätze für Fahrräder und zehn Abstellplätze für einspurige Kraftfahrzeuge.

Eröffnung im Dezember 2017

P+R am Bahnhof Neumarkt an einem Juli-Sonntag (während der Woche meist voll belegt).

Anlässlich der Eröffnung am 5. Dezember gaben die Verantwortlichen ihre Statements ab.

Bürgermeister Adi Rieger: “Unser Bahnhof verfügt über ein enormes Einzugsgebiet mit starkem Entwicklungspotenzial. Täglich pendeln hier allein über 3 000 Erwerbstätige per Bahn in die Arbeit”, erklärt der Neumarkter Bürgermeister Adi Rieger. “Der in den folgenden Jahren geplante dreigleisige Ausbau der Achse zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt schafft auf ökonomische Weise die besten Voraussetzungen, um den öffentlichen Nahverkehr für so viele Menschen wie möglich attraktiv zu gestalten. Dabei soll Neumarkt-Köstendorf die zentrale Verkehrsdrehscheibe im Flachgau werden.” Und fügte hinzu: "Mit dem neuen Fahrplan und dem stündlichen Halt eines Railjet-Zuges ist ab jetzt von Neumarkt nach New York mit Umsteigen in Wien möglich.

Engelbert Haller, Regionalleiter ÖBB Immobilien: „Eine moderne und zeitgemäße Infrastruktur, die in einer guten Partnerschaft mit Land und den Gemeinden geschaffen wird, ist die Basis für unseren Auftrag als größter Mobilitätsanbieter Österreichs. Die Maßnahmen hier am Bahnhof Neumarkt-Köstendorf sind wichtiger Bestandteil eines leistungsfähigen Nah- und Fernverkehrssystem für den Großraum Salzburg. Vom Mehrwert profitieren die Menschen des Flachgaus bis ins benachbarte Innviertel, die so zum Umstieg vom Pkw auf die Bahn motiviert werden können.

LA Josef Schöchl: „Die Errichtung des P&R in Neumarkt ist für den Flachgau sehr erfreulich. Einerseits für die Pendler, da damit für die tägliche Fahrt zur Arbeit das Umsteigen vom Auto in die Bahn wesentlich bequemer und attraktiver gemacht wird. Andererseits als zeitsparender Ausgangspunkt für die Benutzung des Fernverkehrsnetzes.

LR Hans Mayr: „Mit Neumarkt am Wallersee und Köstendorf verfügt der Bahnhof Neumarkt-Köstendorf über ein Einzugsgebiet mit starkem Entwicklungspotenzial. Der dreigleisige Ausbau der Achse Steindorf-Neumarkt schafft auf ökonomische Weise die besten Voraussetzungen, um den öffentlichen Nahverkehr für so viele Menschen wie möglich attraktiv zu gestalten und als Verkehrsknotenpunkt zu fungieren. Um die Menschen zusätzlich zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr zu motivieren, müssen die Rahmenbedingungen attraktiviert werden. Die Errichtung der Park & Ride Anlage mit 246 Pkw-Stellplätzen stellt hierbei einen wesentlichen Schritt dar.

Weblinks

Quellen

  • ÖBB Presseaussendung 5. Dezember 2017
  • SAGIS