Pfarrkirche zum hl. Stephanus

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Pfarrkirche zum hl. Stephanus
Der Hauptaltar in der Pfarrkirche.
Hauptaltarbild: die Steinigung des hl. Stephanus

Die Pfarrkirche zum hl. Stephanus ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarre Oberalm in der Tennengauer Marktgemeinde Oberalm. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Marktgemeinde.

Geschichte

In den Breves Notitiae wird 789 eine Schenkung seines Besitz- und Jagdanteils durch den Edelmann Madelhelm (heute erinnert an ihn noch die Madelgasse) an die aufstrebende Kirche erwähnt. Zitat: "ecclesiam iuxta ripam, que vocatur Albina" - eine Kirche beim Ufer, der Alm genannt wird. 1347 ist dann "sand Stephan in Ober Alben" erstmals im Testament des "Altmann des smides von Hallein" zu lesen.

Das romanische Langhaus der Kirche wurde 1519 mit einem spätgotischen Netzrippengewölbe versehen. Nach einem Brand wurde der heutige Turm an die Kirche angebaut und 1723 mit einem barocken Helm versehen. Der prächtige Hochaltar stammt aus der Werkstatt des Bildhauers Johann Georg Mohr. Die beiden Seitenschiffe wurden 1489 und 1729 angebaut. In der baulichen Ausstattung findet man heimischen Marmor, der auch für Grabplatten in der Kirche und an den Kirchenaußenwänden Verwendung fand.

Ausstattung

Hochaltar

Der bemerkenswerte barocke Hochaltar von 1707 hat einen Aufbau von Jakob Taigl. Er zeigt das Altarblatt Steinigung des Stephanus und das Oberbild Sieben Zufluchten von Johann Martin Schaumberger. Am Altar sind seitlich die Figuren der Hll. Johannes Bap. und Laurentius angebracht, im Aufsatz die des Georg und Florian und über den Opfergangsportalen die Figuren Virgil und Dionysius, alle vom Bildhauer Johann Georg Mohr. Den Tabernakel schuf Johann Nepomuk Högler 1786.

Linker Seitenaltar

Der linke Seitenaltar stammt aus dem Jahre 1736, den Altaraufbau schuf Josef Krimpacher, das Altarblatt, gemalt von Franz Christoph Mayrhofer, zeigt das Letzte Abendmahl Jesu, als Konsolenfiguren fungieren kniende und stehende Engel, hergestellt von Johann Georg Ross. Früher stand hier die Figur der um 1920 geschaffenen Immaculata.

Altar an der Nordwand des Seitenschiffs

Der Altaraufbau wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts von Leopold Fux geschaffen und zeigt mittig eine Pietà, die Predella stammt aus der Zeit um 1700. Im Aufsatz Gottvater, seitlich Engelsfiguren mit den Leidenswerkzeugen Jesu.

Rechter Seitenaltar

Die Predella des Altares ist mit 1706 datiert, das Altarblatt zeigt die Kreuzigung und wurde von Lorenz Mayerhofer gemalt, die seitlichen Konsolenfiguren stellen die Hll. Nikolaus (li.) und Leonhard dar, im Aufsatz mittig thront der Erzengel Michael mit der Seelenwaage, flankiert von den Hll. Sebastian (li.) und Rochus.

Kreuzigungsgruppe

Die Kreuzigungsgruppe mit dem Apostel Johannes und Maria unter dem Kreuz wurde 1695 von Johann Georg Mohr geschaffen und ist an der Nordwand des linken Seitenschiffs angebracht.

Bilder

 Pfarrkirche zum hl. Stephanus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen