Wirtschaft

Die Betten für den Tourismus sind die meiste Zeit frei

"Zimmer frei" ist in den heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen übers Jahr gerechnet der Normalzustand - die Auslastung der Betten hat im Tourismusjahr 2017/18 (November bis Oktober) im Schnitt nur 37,3 Prozent im Winter und 35,6 Prozent im Sommer betragen, wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria hervorgeht. Fast zwei Drittel der Zeit bleiben die Betten also ungenutzt.

"Zimmer frei" entspricht eher dem Normalzustand SN/APA/GEORG HOCHMUTH
"Zimmer frei" entspricht eher dem Normalzustand

Im ohnedies besser gebuchten Winter 2017/18 gab es bei der Auslastung jedoch eine leichte Steigerung von 1,1 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr davor, im Sommer 2018 eine Stagnation (plus 0,1 Prozentpunkte). Den Urlaubern standen 2017/18 rund 1,13 Millionen Betten in 66.420 gewerblichen und privaten Beherbergungsbetrieben zur Verfügung - ein Zuwachs von 1,6 bzw. 2,5 Prozent.

Knapp 300.000 Betten, das ist gut ein Viertel (26,4 Prozent), wurden privat vermietet. Zell am See kommt mit rund einem Drittel auf den österreichweit höchsten Anteil an privaten Betten.

Im Privatbereich war die Auslastung besonders gering, denn nur 16,4 Prozent aller touristischen Nächtigungen erfolgten bei privaten Quartiergebern: Im Winter waren deren Betten im Schnitt zu 26,5 Prozent genutzt, im Sommer zu 20,8 Prozent.

Der Luxushotellerie geht's da wesentlich besser. Vier- und Fünf-Sterne-Betriebe kamen im Berichtszeitraum auf eine Auslastung von 53,7 Prozent im Sommer und 50,7 Prozent im Winter. Die zweitstärkste Kategorie im Sommer waren Drei-Sterne-Betriebe mit 40,8 Prozent, die Zweitstärksten im Winter waren gewerbliche Ferienwohnungen und -häuser mit 38,8 Prozent.

Das Gros der Übernachtungen stemmen Tirol und Salzburg - die beiden Bundesländer stellten im abgelaufenen Tourismusjahr auch mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) des Bettenangebots (ohne Camping), 360.132 entfielen auf Tirol und 219.667 auf Salzburg. Das war zudem ein Plus von 1,5 bzw. 1 Prozent gegenüber dem Jahr davor.

Noch dynamischer ausgebaut wurden die Übernachtungsmöglichkeiten in Wien mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent auf rund 79.000. In der bevölkerungsreichen Bundeshauptstadt kommen aber auch erst gut 40 Betten auf 1.000 Einwohner - kein Vergleich mit Tirol. Dort herrscht die österreichweit höchste Dichte mit rund 450 Betten je 1.000 Einwohner.

In absoluten Zahlen gab es 2017/18 die meisten Betten für Urlauber in Wien (mit 77.095 im Winter und 78.899 im Sommer). Mit großem Abstand dahinter folgten Saalbach-Hinterglemm (17.867 bzw. 15.100), Sölden (17.247 im Winter) und die Stadt Salzburg (15.073 im Sommer).

Am besten ausgelastet waren die Betten in Wien (mit 62,8 Prozent im Sommer und 49 Prozent im Winter), gefolgt von Tirol (mit 43,7 Prozent im Winter) und dem Burgenland (mit 41,1 Prozent im Sommer).

Quelle: APA

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