Wirtschaft

Firmen suchen Fachkräfte, locken aber selten mit mehr Gehalt

Obwohl der Fachkräftemangel viel beklagt wird, sind die Betriebe laut einer Online-Umfrage mehrheitlich nicht bereit, seltenen Facharbeiterinnen und Facharbeitern mehr zu bezahlen, um Stellen zu attraktiveren. Zwar sagt jedes zweite Unternehmen, zumindest eine Stelle seit mehr als einem halben Jahr nicht besetzen zu können. Gleichzeitig sagen aber zwei Drittel der befragten Mitarbeiter, keinen jährlichen Termin zur Gehaltsverhandlung mit ihrer Firma zu haben, so karriere.at.

Fachkräfte sind begehrt, Firmen locken aber eher nicht mit mehr Geld SN/APA/dpa/Andreas Arnold
Fachkräfte sind begehrt, Firmen locken aber eher nicht mit mehr Geld

53 Prozent der Unternehmen ergreifen diesbezüglich konkrete Maßnahmen, um potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten aktiv anzusprechen. Das geschieht etwa über Social Media, Bewerberdatenbanken oder Headhunting.

Wenn es aber um die Entlohnung der Mitarbeiter geht, zeigen sich die heimischen Arbeitgeber eher verhalten: So denkt lediglich jeder Zweite, das Gehalt sei ein essenzieller Faktor, um bestehende Mitarbeiter zu halten und auch schwer besetzbare Stellen im Unternehmen attraktiver zu machen. Für ein Viertel der befragten Arbeitgeber (26 Prozent) ist das Gehalt sogar kein Thema, wenn es um die Attraktivität der Arbeitsplätze für bestehende und künftige Mitarbeiter geht. Gleichzeitig geben nur 53 Prozent der befragten Unternehmen an, ein transparentes System der Gehaltsentwicklung zu besitzen.

"Es zeigt sich wieder, dass die Frage des Fachkräftemangels oft mit der Attraktivität der Arbeitsplätze einhergeht. Der Kampf um die besten Fachkräfte wird sich in den nächsten Jahren zuspitzen. Heimische Unternehmen sind jetzt gut beraten, eine vor allem transparente Gehaltsstrategie für ihre Mitarbeiter zu entwickeln. So gewinnt man Vertrauen und baut längerfristige Beziehungen auf", rät Georg Konjovic, CEO von karriere.at. Befragt wurden laut der Plattform im Internet 1.900 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 200 Unternehmensvertreter.

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