Wirtschaft

Klassiker der Anlageformen für Österreicher attraktiver

Die klassischen Sparformen wie Bausparvertrag, Sparbuch und Lebensversicherung werden für die Österreicher wieder attraktiver. Sie lassen ihre Tiefstwerte von 2017 und 2018 hinter sich. Immobilien sind allerdings nach wie vor on top im Ranking der attraktivsten Anlageformen. Das ist das am Donnerstag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage der Linzer Spectra-Marktforschung bei 1.000 Personen ab 15.

Renaissance von Bausparvertrag und Sparbuch SN/APA (Archiv)/BARBARA GINDL
Renaissance von Bausparvertrag und Sparbuch

Da die Rahmenbedingungen für eine Geldanlage in den vergangenen 12 Monaten kaum andere geworden sind, ist die unveränderte Nummer 1 in den Augen der Befragten ein Investment in Immobilien. Dass ihre Attraktivität aber seit 2015 stagniert, erklären sich die Meinungsforscher mit dem hohen Preisniveau. Hingegen zeichnet sich eine Renaissance der Klassiker Bausparvertrag und Sparbuch ab. Sie konnten bei der Attraktivität mit plus 8 bzw. 6 Prozentpunkten deutlich zulegen. Sie werden nun von jeweils 29 Prozent als beste Anlageform genannt und landeten auf den Listenplätzen 2 und 3. Edelmetalle wie Gold und Silber legten zwar einen Prozentpunkt ab, rangieren aber mit 28 Prozent Nennungen unverändert stark auf Position 4. Der Klassiker Lebensversicherung stieg in der Gunst der Österreicher ebenfalls um sechs Prozentpunkte und belegt mit aktuell 17 Prozent den Listenplatz 5.

Wertpapier- und Investmentfonds liegen mit 15 Prozent knapp dahinter. Im zweistelligen Prozentbereich der Nennungen - konkret: gleichbleibend 11 Prozent - befinden sich auch noch Kunst, Schmuck und Antiquitäten. Deutlich weniger als 10 Prozent der Österreicher sehen Unternehmensbeteiligungen, Anleihen, Investmentzertifikate oder Devisen als geeignete Anlageformen. Die Anlagerstrategie ist weiterhin von einem hohen Sicherheitsgedanken geprägt, allerdings beobachtet Spectra seit ein paar Jahren, dass Langfristigkeit und Renditemöglichkeiten stärkere Motive geworden sind.

Das Institut weist einmal mehr darauf hin, dass es sich bei den Ergebnissen dieser alljährlich durchgeführten Studie um Zahlen zur subjektiven Attraktivität diverser Anlageformen handelt. Dies bedeute nicht, dass tatsächlich auf diese Art und Weise veranlagt wird oder überhaupt aus ökonomischen Gründen derart veranlagt werden kann.

Quelle: APA

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