Wirtschaft

Penny will Anfang 2021 das Bio-Sortiment verdoppeln

Der Lebensmittel-Diskonter Penny spürt hierzulande mehr Kundennachfrage nach Bioprodukten und baut deswegen sein Angebot kräftig aus. "Das Bio-Sortiment wird verdoppelt. Im Biobereich haben wir viel Nachholbedarf", sagte der Penny-Österreich-Ko-Geschäftsführer Ralf Teschmit im APA-Gespräch. Derzeit bietet Penny rund 70 verschiedene Produkte unter der Bio-Eigenmarke "Echt Bio" an, im Laufe des ersten Quartals 2021 sollen es rund 140 Bio-Produkte werden.

Penny will im Diskonter-Segment mit mehr Qualität punkten SN/APA (dpa)/Henning Kaiser
Penny will im Diskonter-Segment mit mehr Qualität punkten

Ab dieser Woche gibt es beim Diskonter auch Rindfleisch und faschiertes Rindfleisch in Bio-Qualität. "Wir bemerken, dass unsere Kundinnen und Kunden vermehrt auf ihre Ernährung achten - Corona verstärkt diesen Trend", sagte der Penny-Österreich-Chef.

"Insbesondere das Bio-Sortiment entwickelt sich sehr positiv." Ziel sei es, "eine möglichst breite Auswahl" an biologischen Produkten "zu einem fairen Preis" anbieten zu können.

Teschmit ist seit Herbst 2016 Geschäftsführer von Penny Österreich. Änderungen beim Marktauftritt und Sortiment sollen den Abstand zu den Diskont-Mitbewerbern Hofer und Lidl verringern. Hofer verfügt über einen Marktanteil im heimischen Lebensmitteleinzelhandel von ungefähr 20 Prozent, Lidl liegt bei 6 Prozent und Penny bei 4 Prozent.

"Penny ist der einzige Diskonter mit Fleischhauer. Das ist ein starkes Differenzierungsmerkmal", so Teschmit. In über 200 von 300 Penny-Filialen gibt es einen Fleischhauer, dies versucht der Diskonter in einer aktuellen Werbekampagne bekannter zu machen.

Auch der hohe Anteil an Markenartikeln ist für den Penny-Manager ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Mitbewerbern. 60 Prozent des Umsatzes machte der Diskonter zuletzt mit Markenprodukten, 40 Prozent mit Eigenmarken.

Penny hat auch in den vergangenen Jahren aufgrund der Kundennachfrage das Frischesegment ausgebaut. Zwischen 2017 und 2020 wurde die Anzahl der Artikel in der Obst- und Gemüseabteilung um 10 Prozent erhöht.

Im März und April lag das Umsatzplus bei Penny in Österreich aufgrund der coronabedingten Vorratskäufe knapp unter 10 Prozent. "Die Mitarbeiter haben seit Beginn der Coronapandemie gewaltiges geleistet", sagte Teschmit. Seit Juli hat Penny Österreich mit Mario Märzinger auch einen zweiten Geschäftsführer. Mögliche Vorratskäufe von Kunden diesen Herbst und Winter werden diesmal die Lebensmittelhändler eher nicht überraschen. "Wir bereiten uns vor. Die Lager sind voll", sagte Märzinger.

Quelle: APA

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