Mateschitz: Lieber Leipzig als Salzburg

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Bullenstall Michael Unverdorben
Abklatschen in Leipzig – Oliver Mintzlaff und Dietrich Mateschitz. SN/gepa pictures/ sven sonntag
Abklatschen in Leipzig – Oliver Mintzlaff und Dietrich Mateschitz.

Der Zufall will es so, dass beide Red-Bull-Clubs am Samstag nahezu zur selben Zeit ein abso lutes Spitzenspiel austragen. Während Salzburg just gegen den Erzrivalen Rapid den vierten Meistertitel in Folge fixieren kann, empfängt RB Leipzig niemand Geringeren als den FC Bayern München. Das Duell Vizemeister (Leipzig) gegen Meister (Bayern) wird Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz live im Stadion miterleben. Der 72-jährige Milliardär reist über Leipzig zum Formel-1-Grand-Prix nach Barcelona und verzichtet damit auf einen Besuch bei Salzburgs geplanter Meisterfeier in der Red-Bull-Arena. Der Kartenverkauf ist indessen gut angelaufen: Bis Dienstag waren 10.000 Tickets verkauft.

Bei RB Leipzig wurde bereits ausgiebig gefeiert. Nach einer rauschenden Champions-League-Einzugsparty, lediglich 2909 Tage nach Vereinsgründung, verordnete Trainer Ralph Hasenhüttl seiner Mannschaft einen Kurzurlaub. Vor dem "Schaulaufen auf hohem Niveau gegen Bayern", wie es Hasenhüttl nannte, hatten die Leipzig-Profis bis heute, Mittwoch, trainingsfrei.

Für seine erste Saison in der Champions League muss der Bundesliga-Sensationsaufsteiger wegen bestehender UEFA-Regelungen allerdings improvisieren. Der Verband fordert im Stadion eine Kapazität von mindestens 1700 Plätzen im VIP-Bereich. Die Red-Bull-Arena bietet derzeit aber nur 1300 VIP-Gästen Platz. "In der Kürze der Zeit sind Umbauarbeiten nicht zu machen. Deshalb werden wir mit einer Zeltlösung arbeiten", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Die Umbauarbeiten am Stadion (Erweiterung auf 57.000 Sitzplätze) sollen im Frühsommer 2018 beginnen.

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