Ein Mosaik von Biotopen

Eine Wanderung im Ibmer Moor. Dazwischen liegt der geheimnisvolle Pfeiferanger, eine Jausenstation und vielleicht ein Bad im Ibmer See.

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Fit in die Natur Wolfgang Tonis
Ein Mosaik von Biotopen SN/sn
Auch der Seeleitensee liegt im Naturschutzgebiet.

Regen kann bei einer Wanderung leicht zum Spielverderber werden, für Moore ist das Wasser jedoch (über)lebenswichtig.

Die Beckenlandschaft um das Moor, das nach der Ortschaft Ibm benannt ist, wurde vom eiszeitlichen Salzachgletscher geformt. Nach der Gletscherschmelze entwickelte sich über Jahrtausende eine Moorlandschaft, die ursprünglich eine Größe von 1000 Hektar aufwies. Ein Netz an Entwässerungsgräben und massiver Torfabbau setzten dem Ibmer Moor, das bereits im Innviertel, knapp über der Salzburger Landesgrenze liegt, arg zu. Nur an wenigen Stellen - wo die Nutzung nicht so intensiv wie im Pfeiferanger war - blieben Reste des Moors erhalten.

Ein Lehrpfad erschließt diese Moorinsel und führt in seiner großen Runde auch durch das angrenzende Niedermoor und am Seeleitensee vorüber. Der Beginn des Moorwegs liegt an der Verbindungsstraße zwischen Hackenbuch und Ibm.

Vorerst folgt man den Wegweisern der "kleinen Runde" durch den Pfeifenanger und bekommt bei den Stationen einen Überblick über Tier- und Pflanzenarten. Trotz menschlicher Einflüsse zählt das Ibmer Moor zu den artenreichsten Mooren. Hier sind fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut ebenso zu Hause wie die Bekassine oder der Große Brachvogel.

Bei der Kneippstelle schwenkt man nach rechts in die "große Runde" ein und geht den hölzernen Steg bis an den Rand des Moorgebiets. Dann folgt ein Wiesenweg zum leicht erhöht liegenden Aussichtspunkt Seeleiten mit bestem Ausblick auf den Seeleitensee und bei guter Fernsicht bis weit über den Rand der Beckenlandschaft hinaus.

Folgt man dem Schotterweg entlang der Hecke nach rechts, taucht gleich einmal die Jausenstation Seeleiten auf. Hier lässt es sich auch gemütlich rasten. Der Weg der großen Runde führt aber beim Aussichtspunkt nach links und in die Ortschaft Ibm hinüber.

Der Gedanke an ein Bad im Heratinger (Ibmer) See ist durchaus reizvoll, zählt dieser doch zu den wärmsten Badeseen unserer Umgebung. Am Rückweg geht es entlang der schnurgeraden Straße Richtung Hackenbuch zum Parkplatz zurück.

So kommen Sie hin: Über Lamprechtshausen in Richtung Moosdorf (B156). Noch vor der Landesgrenze Abzweigung links Richtung Hackenbuch/Franking. Auf halber Strecke von Hackenbuch nach Ibm Beginn des Moorlehrwegs mit Parkmöglichkeit.

Gehzeit: 1 ½ Std./5 km.

Karte: f & b WK 431.

Geführte Wanderungen durchs Moor:
www.moor-ausflug.at

Aufgerufen am 21.08.2018 um 08:07 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/ein-mosaik-von-biotopen-1324537

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