Sonnenstunden am Regenspitz

Eine spätsommerliche Genusswanderung nahe Hintersee im Herzen der Osterhorngruppe.

Fit in die Natur SN
Sonnenstunden am Regenspitz SN/sn
Die Gehzeit von der Feichtensteinalm auf den Regenspitz beträgt eine Stunde.

Mit Regen hat die gleichnamige Spitze in der Osterhorngruppe nichts zu tun. Der Name bezieht sich vielmehr auf das Riegergut, welches die nahe Bergalm innehatte. Etwas feucht könnte es dann aber doch noch werden. Speziell der Abstieg über die Nordwestseite in den Bergalm-Sattel ist stellenweise nass-rutschig und erfordert Vorsicht.

Aber sonst ist das Sonnenbad während der Regenspitz-Überquerung eine sichere Sache. Wer danach noch eine echte Abkühlung sucht, ist im 20 Grad frischen Hintersee gut aufgehoben. Sommerfrische in seiner schönsten Form! Da passt das Dorffest am Wochenende (Samstag ab 18 Uhr, Sonntag ab 10 Uhr) unter der 1000-jährigen Linde in Faistenau perfekt dazu. Schon der Ausgangspunkt der Runde, der gewaltige erratische Block beim Parkplatz, versetzt in Staunen. Der überhängende Riesenstein macht einen fragilen Eindruck, aber der Findling liegt dort schon seit ewigen Zeiten. Oder zumindest seit der letzten Eiszeit.

Dann kommt mit dem links abzweigenden Wasser-Wunder-Weg gleich ein nächster Höhepunkt. Diesem zauberhaften Themenweg folgt die Route bis zur Tiefenbachbrücke und zweigt über diese auf den Wirtschaftsweg nach links ab (Weg 55). Nach eineinhalb Gehstunden ist die bewirtschaftete Feichtensteinalm (1270 m) erreicht. Nun folgt der Weg orientierungsmäßig einfach dem langsam ansteigenden Nordrücken. Nur zum Ende hin wird das Gelände steiler, ja beinahe alpin. Der Gipfelblick reicht weit. Über dem Pass Lueg zeichnet sich sogar der Alpenhauptkamm ab.

An manch heißen Sommertagen muss man sich mit dem Fernblick allerdings sputen, denn die mörderisch lästigen Fliegen jagen jeden in die Flucht. Zudem ist auf dem steilen Abstieg hinab zur Bergalm Vorsicht geboten.

In der einladenden Storchen- oder der Bergalm warten zur Belohnung klare Getränke und beste Pofesen, bevor es Richtung Hintersee (Weg 851) in eineinhalb Stunden auf den Parkplatz zurückgeht. Zuerst über einen Almsteig, dann über eine Forststraße, die Abkürzer und Mountainbiker zulässt, und schließlich wieder über den fantastischen Wasser-Wunder-Weg.

So kommen Sie hin: Über Hallein und das Wiestal oder über Hof (B158) nach Faistenau und neun Kilometer weiter nach Hintersee. Vor der Kirche nach rechts, nach 600 Metern öffnet sich ein großer Waldparkplatz. Bus 150 ab Salzburg, Bus 155 ab Hof bis Hintersee.

Gesamt: Fünf Stunden, 900 Höhenmeter, elf Kilometer.

Karte: f & b 392, ÖK 3210.

Charakter: nicht schwierig. Die Gipfelsteige erfordern Trittsicherheit.

Aufgerufen am 15.11.2018 um 01:37 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/sonnenstunden-am-regenspitz-1073218

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