Alexa macht meinen "Kaffä"

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ICH habe eine Alexa. Nicht wegen mir natürlich. Ich habe sie meiner neuen Kaffeemaschine an die Seite gestellt. Die wäre ja sonst tagsüber so allein. Für gewöhnliche Kaffeemaschinen mag das kein Problem sein, aber meine ist eine smarte Kaffeemaschine. Das heißt, sie braucht Ansprache. Sie braucht jemanden, der mit ihr kommuniziert. Und sei es nur über die nächste Reinigung des Brühkopfes oder über die Frage, ob noch genügend Kapseln für anstehende Kaffeezubereitungen im Haus sind. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn sonst gibt es in meinem Haushalt niemanden, der sich um solche Dinge kümmert. Die beiden - Alexa und die Kaffeemaschine - kommunizieren also miteinander. Und während ich in der Arbeit bin, denke ich: Irgendwie beruhigend zu wissen, dass sich bei mir zu Hause niemand einsam fühlen muss. Ist doch schön, wenn sich die beiden unterhalten können. Ich selbst profitiere von dieser Beziehung natürlich auch. Morgens macht mir Alexa meinen Kaffee. Sie kann sich zwar nicht merken, wie ich meinen Kaffee mag, aber sie macht Espresso, Cappuccino, Caffè Latte und sogar Iced Caffè Latte - alles mit der smarten Maschine. Alexa antwortet, gratuliert mir zur "exzellenten Wahl" und ermuntert mich immer wieder, ihr wieder Bescheid zu geben, sobald ich eine neue Kaffee-Pause brauche. Eigentlich müsste ich also sehr zufrieden sein.

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Aufgerufen am 22.09.2018 um 07:39 auf https://www.sn.at/kolumne/ich-kolumne/alexa-macht-meinen-kaffae-39969433