Kunst

Reinhard Fendrich: "Schlager kultivieren das Wegschauen"

Rainhard Fendrich verlässt die Komfortzone: "Je älter, desto kompromissloser werde ich", sagt er - und kritisiert heftig die Unkritischen.

Reinhard Fendrich: "Schlager kultivieren das Wegschauen" SN/s. ludewig
Rainhard Fendrich.

"Schwarzoderweiß" ist das 17. Album in Rainhard Fendrichs Karriere. Zugleich das erste nach dem 60. Geburtstag. Fendrich bezieht Stellung - mehr als früher. Er wirkt nachdenklicher. Und liefert zugleich Ohrwürmer.

SN: Am neuen Album erheben Sie auch politisch Ihre Stimme. Viele andere singen weiterhin nur ein bisserl Trallala.
Rainhard Fendrich: Ich bin in den 1970er-Jahren aufgewachsen. Damals gab es viele kritische Sängerinnen und Sänger. Das ist in den 1980er-Jahren verebbt. Die Musikszene hat sich geteilt. Es gibt Musiker, die reflektieren. Andere, das will ich gar nicht werten, starten das große Ablenkungsmanöver. Was vielleicht auch seine Berechtigung hat, weil man nicht immer mit Problemen konfrontiert werden will. Ich sehe einen gewissen Überhang in Richtung Belanglosigkeit. Es gibt so viele Lieder, die nur unterhalten. Aber für mich hat Unterhaltung mit Haltung zu tun.

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