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Yoga für zuhause: Übungen und Tipps vom Profi

Yoga ist Balance, Einheit, Technik und die Lehre Geist und Körper zusammenzubringen. Da bei dieser Sportart hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird, bietet es sich optimal als Workout für zuhause an. Einfache, aber auch anstrengende Yoga-Übungen für Anfänger und Fortgeschritten stellt unsere Yogatrainerin Pari-Sophie Hinedi vor.

Mit der Yogalehrerin Pari-Sophie Hinde zuhause trainieren. SN/pari-sophie hinedi
Mit der Yogalehrerin Pari-Sophie Hinde zuhause trainieren.

Sonnengruß, Krieger, Hund und Baum sind nicht nur Nomen aus dem Duden, sondern haben einen weitere Gemeinsamkeit: das Yoga. Diese Yoga-Übungen, auch Asanas genannt, besitzen oftmals einen sehr bildhaften Namen. Doch trotz guter Vorstellungskraft, stellt sich die Frage: Wie werden diese Yoga-Übungen ausgeführt? Dabei hilft uns unsere Yogatrainerin Pari-Sophie Hinedi. Die Yogalehrerin entdeckte vor vier Jahren ihre Liebe zu Yoga und machte ihre Leidenschaft schlussendlich zum Beruf. Seit Jänner 2019 arbeitet sie nun als professionelle Yogatrainerin und bietet zahlreiche diverse Yogastile und Kursprogramme an. Vor allem die Diversität, wie beispielsweise Klettern und Yoga oder Kinderyogastunden, zeichnen ihr Kursprogramm aus. Doch auch sie fing einmal klein an und schnupperte mithilfe von Youtube-Videos Yogaluft. Sie wurde umgehend in den Bann der Sportart gezogen und kehrte ihr seit dem auch nicht mehr den Rücken. Ganz im Gegenteil bis heute arbeitet und agiert sie als erfolgreiche Yogatrainerin.

Wie wirkt sich Yoga auf den Körper aus?

Nach wie vor glauben noch viele Menschen, dass Yoga eine esoterische Entspannungsmethode ist. In einer Hinsicht habe sie auch Recht, da das Yoga harmonisierend auf Geist und Seele wirkt. Kombiniert mit Meditation versetzt es die Yogis in einen entspannten Zustand, wobei sie ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Dadurch wird zum Einen die Selbstfindung der Menschen gefördert und zum Anderen findet eine Stressreduzierung statt. Neben der Psyche profitiert auch die Physis vom Yogatraining. Auch wenn die Übungen entspannend wirken, können sie gleichzeitig sehr anstrengend und kräftezehrend sein. Dadurch, dass das Yoga ausschließlich mit dem eigenen Körper praktiziert wird, spielt bei den meisten Übungen das Körpergewicht eine essentielle Rolle. Ausgestreckte Arme für einige Minuten zu halten, kann auch ohne Trainingsgegenstände anstrengend sein. Das Yogatraining stärkt demnach die Muskulatur, löst die Verspannung und hilft gegen Kopf- sowie Rückenschmerzen.

Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg

"Einmal Yoga ist besser als keinmal Yoga", betont Hinedi. Ein regelmäßiges Yogatraining gibt Struktur und Routine und verhilft zu einer individuellen Leistungssteigerung. Darum sollte mindestens eine Yogaeinheit pro Woche stattfinden. Vor allem Anfängern wird empfohlen, nicht nach einer Yogaeinheit das Handtuch zu werfen, sondern der Sportart eine Chance zu geben, denn "der Schlüssel ist wirklich dran zu bleiben".

5 Yoga-Übungen für Zuhause

Um Yoga zuhause ausführen zu können, wird lediglich eine Yogamatte benötigt. Deshalb bietet sich dieser Sport auch optimal für die eigenen vier Wände an. Doch bevor man voller Euphorie mit dem erst besten Youtube Video startet, sollte man sich vorher einige Fragen stellen: Bin ich Anfänger oder Fortgeschritter? Welche Ziele will ich erreichen? Welche Art von Yoga will ich durchführen? Und wie lange sollte das Training dauern? Vor allem für Anfänger empfiehlt die Yogatrainerin Hinedi einen Präsenzkurs zu besuchen. "Einfach damit man die Übungen schon mal unter Aufsicht gemacht hat und weiß, dass man sie nicht vollkommen falsch ausführt. Bei geübteren Yogis spricht überhaupt nichts dagegen, auch zuhause mit Anleitungen, oder aus dem eigenen Wissensschatz heraus zu üben." Um die Suche nach den geeigneten Yoga-Übungen für zuhause zu erleichtern, stellt uns die professionelle Yogalehrerin fünf vor. Also Matte holen und los geht´s.

Yoga-Übung 1: Ganze Vorbeuge

Hier können die Knie leicht gebeugt sein und der Kopf zieht Richtung Boden, das dehnt sowohl die hinteren Oberschenkelmuskeln, als auch die Rückenmuskulatur (als ob man sich vorstellen würde, die einzelnen Wirbeln auseinanderzuziehen).

Ganze Vorbeuge SN/pari-sophie hinedi
Ganze Vorbeuge

Yoga-Übung 2: Hinaufschauender Hund

Die Fußrücken sind am Boden. Durch das Abstützen der Hände am Boden schweben die Knie in der Luft und der Brustkorb wird ganz weit, da die Schultern nach hinten ziehen. Eine Dehnung des gesamten vorderen Körpers kombiniert mit einer dadurch entstehenden Rückbeuge.

Hinaufschauender Hund SN/pari-sophie hinedi
Hinaufschauender Hund

Yoga-Übung 3: Herabschauender Hund

Es wird ein Dreieck mit Körper und Matte gebildet, Hüfte zieht hoch, Hände und Füße pressen in die Matte, Bauch und Rückenmuskulatur ist aktiv, während die Knie leicht gebeugt sein können. Diese Haltung stärkt und entspannt gleichermaßen. Mit ein bisschen Übung kann man in dieser Haltung bis zu mehreren Minuten verweilen.

Herabschauender Hund SN/pari-sophie hinedi
Herabschauender Hund

Yoga-Übung 4: Krieger II

Vordere Zehen zeigen geradeaus, hinterer Fuß ist parallel zum hinteren Mattenrand, vorderes Knie ist gebeugt und direkt über dem Knöchel, hinteres Bein gestreckt, die Arme bilden eine lange Linie und der Blick geht vorbei am vorderen Mittelfinger. Im Yoga gibt es einige verschiedene Kriegerhaltungen. Der Krieger II stärkt sowohl die Beine, als auch die Arme und zwingt uns bei längerem Halten auch, den inneren Schweinehund zu überwinden, was ein ganz tolles Gefühl sein kann.

Krieger II SN/pari-sophie hinedi
Krieger II

Yoga-Übung 5: Meditation - das Sitzen in Stille

Hier kann man ganz individuell eine Position finden, in der man für längere Zeit gut sitzen kann. Man kann ganz viele Hilfsmittel (Polster, zusammengerollte Decken, Yogablöcke) benutzten, in der "easy pose" (auf dem Bild) oder dem Fersensitz sitzen, bei dem die Knie zusammen sind. Die Hüfte höher zu positionieren als die Knie hilft der Wirbelsäule länger aufrechter zu stehen. Die Augen schließen und einfach mal die Beobachterposition einnehmen. Wie fühlt man sich gerade? Was kann man um sich herum und in sich drinnen wahrnehmen? Welche Gedanken hat man? All das hilft bei der Entschleunigung, gibt Klarheit und führt zu mehr Ruhe.

Wer nach diesen Übungen Lust auf mehr bekommen hat, kann sich auf der Homepage www.parisophie.com informieren oder sie per Mail yoga@parisophie.com kontaktieren.

Aufgerufen am 29.11.2020 um 12:40 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/yoga-fuer-zuhause-uebungen-und-tipps-vom-profi-86257381

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