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Coronavirus: Zoll stoppt Bus mit 21.000 geschmuggelten Schutzmasken

Der österreichische Zoll hat bei der Kontrolle eines Reisebusses in Inzersdorf 21.000 geschmuggelte Mundschutz-Masken sichergestellt.

Wie das Finanzministerium am Samstag mitteilte, stoppten die Zöllner die Weiterfahrt der vier Fahrer und drei Passagiere, die von der Türkei nach Deutschland wollten. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 schätzt das Finanzministerium, dass die Schmuggler mit den nicht zertifizierten Schutzmasken "mindestens 50.000 Euro Gewinn" hätten erzielen können.

Der Bus eines türkischen Unternehmens war laut den Behörden in der Vergangenheit immer wieder als Schmugglerfahrzeug aufgefallen. Bei der Kontrolle am Donnerstag in Wien fanden die Zöllner neben den Einmal-Masken 25 Kilogramm Fleisch, 1200 Zigaretten und verschiedene andere Waren.

Die konfiszierten Einmal-Mundschutzmasken wiesen keine CE-Zertifizierung auf. Durch diese bestätigen Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht. "Auch sonst konnte keinerlei Hinweis darauf gefunden werden, dass es sich um geprüfte Medizinprodukte handelt", hieß es in einer Aussendung des Finanzministeriums.

Im Sinne der Produktsicherheit riet der Zoll grundsätzlich davon ab, Medizinprodukte auf ungeprüften, nicht kontrollierten Handelswegen zu beziehen. Die Risiken beim Kauf medizinischer Waren aus ungesicherten Quellen seien nicht zu unterschätzen. Die Nachfrage nach solchen Einmal-Mundschutzmasken ist angesichts der aktuellen Coronavirus-Situation ungebrochen. Selbst auf privaten Online-Marktplätzen werden Masken zum Verkauf angeboten.

AGES: Masken sind kein wirksamer Schutz

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hält fest, dass Einmal-Mundschutzmasken kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien sind, die in der Luft übertragen werden. Sie können aber beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung durch "Spritzer" von Niesen oder Husten zu verringern. "Es kann davon ausgegangen werden, dass bei den aufgegriffenen, nicht zertifizierten Masken auch dieser Effekt nicht gewährleistet werden kann", betonte das Ministerium. Außerdem könne nicht geklärt werden, wo diese Masken unter welchen Umständen produziert wurden.

"Diese Schmuggelware schadet der Gesundheit und dem Wirtschaftsstandort Österreich. Wir lassen nicht zu, dass Betrüger aus den Sorgen angesichts der derzeitigen Situation Profit schlagen," sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

Insgesamt hob der Wiener Zoll bei der Anhaltung ausstehende Steuern sowie Strafen von rund 4.000 Euro ein. Die Fleischwaren wurden vernichtet, die Zigaretten sowie die Masken sichergestellt. Die Ermittlungen gegen das Busunternehmen "laufen auf Hochtouren", hieß es.

Aufgerufen am 27.11.2021 um 10:26 auf https://www.sn.at/panorama/international/coronavirus-zoll-stoppt-bus-mit-21-000-geschmuggelten-schutzmasken-84500995

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