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Verfahren gegen Rafreider eingestellt: Entscheidung über TV-Comeback fällt wohl kommende Woche

Am Donnerstag wurde das Ermittlungsverfahren gegen "ZiB"-Moderator Roman Rafreider eingestellt. Nun steht auch fest, wie der ORF weiterverfahren wird - zumindest kurzfristig.

Roman Rafreider im „ZiB 20“-Studio. SN/orf
Roman Rafreider im „ZiB 20“-Studio.

Wie die Pressestelle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf SN-Anfrage verlautbarte, setze man sich "nächste Woche mit Roman Rafreider zusammen". Dann soll der weitere Verlauf beschlossen werden. Der 48-Jährige selbst ist aktuell noch auf Urlaub.

Rafreider war Anfang Oktober angezeigt worden. Der Vorwurf lautete auf häusliche Gewalt gegen seine damalige Freundin. Donnerstagnachmittag stellte die Staatsanwaltschaft Wien das Ermittlungsverfahren ein. Rafreider ist nicht mehr im Fernsehen aufgetreten, seit die Anzeige bekannt geworden war.

Mittlerweile hat sich auch Oliver Scherbaum, der Anwalt des gebürtigen Vorarlbergers, zu Wort gemeldet - und zwar mit folgender Stellungnahme:

"Mein Mandant war immer von der österreichischen Justiz überzeugt und ist es heute umso mehr. Beziehungen werden manchmal emotional gelebt und es fallen Äußerungen, die man später lieber nicht gesagt hätte. Das ist aber noch lange nicht strafbar, auch wenn das manche Beteiligte in dieser Angelegenheit aus Gründen, die besser nicht näher erläutert werden sollten, gerne gehabt hätten. Herr Rafreider wünscht seiner ehemaligen Lebensgefährtin, mit der er viele schöne Momente in seinem Leben geteilt hat, und ihrem Sohn jedenfalls alles Gute für ihre Zukunft. Was die nach Sensation gierende Berichterstattung bestimmter Medien betrifft, wird es sicherlich ein Nachspiel geben müssen, weil in Österreich gültige Gesetze mit Füßen getreten wurden."

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