Österreich

Banges Warten auf Niederschläge in Süd-Österreich

In den von massiven Schnee- und Regenfällen heimgesuchten Regionen Süd-Österreichs wartet man auf die nächsten Niederschläge. In der kommenden Nacht sowie am Dienstag sind große Niederschlagsmengen mit Schwerpunkt Osttirol und Oberkärnten zu erwarten. In den Kärntner Gemeinden Lendorf und Millstatt wurde wegen drohender Hangrutschungen die Evakuierung von mehreren Wohnhäusern angeordnet.

In den frühen Nachmittagsstunden mussten etwa am Hühnersberg zwei Einfamilienhäuser evakuiert werden. Nach Einschätzung des Landesgeologen war ein Abrutschen des Hanges nicht ausgeschlossen. Wenige Stunden später drang in der Gemeinde Spittal Wasser in den Keller eines Wohnhauses. Hinter dem Haus befand sich ein Hang, dessen Abrutschen nicht ausgeschlossen werden konnte. Das Gebäude sowie ein weiteres Wohnhaus wurden evakuiert.

In Rennweg am Katschberg ist die Katschbergstraße Bundesstraße (B99) zwischen der Ortschaft Saraberg und der Katschberghöhe bereits seit Donnerstag für den gesamten Verkehr gesperrt. Hier führten Heereshubschrauber am Samstag zwar Downwash-Einsätze durch , bei denen mittels Rotor-Abwind Bäume vom Schnee befreit wurden. Alle umgefallenen Bäume konnten jedoch noch nicht weggeräumt werden, weshalb der Bereich über Nacht weiterhin gesperrt blieb.

Laut ZAMG regnet es in der Nacht auf Sonntag in ganz Kärnten, in den westlichen Landesteilen allmählich wieder extrem stark. Die Schneefallgrenze steigt von Osten her meist auf über 1.700 Meter Seehöhe an. In den westlichen Landesteilen wie etwa dem Oberen Gail-, Drau- und Mölltal kann es aber mit sehr intensiven Niederschlägen bis auf unter 1.000 Meter herab schneien.

In Osttirol liefen den ganzen Tag die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. "Der heutige niederschlagsfreie Tag war wichtig, um dringende Reparatur- und Sicherungsarbeiten zu tätigen. Die Vorbereitungen für die Nacht beziehungsweise den morgigen Tag sind im Gang - wir sind bestens gerüstet", sagte Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Seit den frühen Morgenstunden waren fünf Hubschrauber für Erkundungsflüge für die Lawinenkommissionen und die Tinetz im Einsatz. Auch hier wurde mittels "Downwash"-Effekt der Rotorblätter versucht, Bäume neben Stromleitungen vom Schnee zu befreien.

Aus Sicherheitsgründen blieben zahlreiche Straßen weiterhin gesperrt, darunter etwa die Felbertauernstraße von Matrei bis Mittersill, die Gailtalstraße (B111) sowie die Defereggentalstraße (L25). Zudem soll die Felbertauernstraße zwischen Huben und Matrei auf Höhe Hofstelle Strimitzer-Brühlbrücke wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Die Drautalstraße (B100) wurde wieder für den Verkehr geöffnet.

Der Lawinenwarndienst gab erneut Lawinenwarnstufe 4 der fünfteiligen Skala aus. Im hochalpinen Bereich können sich aufgrund des Neuschnees sowie dem zu erwartenden stürmischen Wind Schneebretter lösen, hieß es.

Quelle: APA

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