Österreich

Sich zu engagieren lohnt sich

46 Prozent der Österreicher engagieren sich freiwillig - vom politischen Amt bis hin zur Tätigkeit in gemeinnützigen Organisationen wie der Caritas. Studierende erzählen von ihrem Ehrenamt.

Symbolbild. SN/pixabay
Symbolbild.

"Ich will die Zukunft positiv verändern", sagt Max Bacher. Der Politikwissenschaftsstudent engagiert sich bei den Neos und trat dieses Jahr als Spitzenkandidat der Partei bei den ÖH-Wahlen an der Uni Salzburg an.

Die Möglichkeit sich politisch zu engagieren ist hierzulande breit gegeben. Österreichweit gibt es allein elf politische Schüler- und Jugendorganisationen. Optionen für ehrenamtliche Arbeit in Vereinen oder karitativen Organisationen sind schier endlos. Max Bacher ist sein Engagement sehr wichtig, auch wenn es, speziell in Wahlkampfzeiten, sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. "Freundschaften leiden etwas darunter, aber ich habe mir schon immer Zeit für Sachen genommen, die mir wichtig sind. Ich verstehe jedoch auch, dass Studenten, die nebenbei noch persönliche Verpflichtungen und einen Job haben, sich nicht engagieren."

Auch abseits der Parteipolitik ist Engagement möglich. Beispielsweise ist die Plattform für Menschenrechte Salzburg eine Anlaufstelle. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von mehr als 30 NGOs. Der Zusammenschluss von kirchlichen und politischen Organisationen, kulturellen Einrichtungen und Privatpersonen arbeitet an Projekten und dokumentiert laufend die Lage der Menschenrechte im Bundesland.

Eine weitere Möglichkeit sozialen Engagements direkt an der Uni Salzburg gibt es erst seit relativ kurzer Zeit. Johannes, Dominik und Konstantin philosophierten im Sommer 2016 am Balkon über die Probleme dieser Welt und beschlossen daraufhin, die "Viva con Agua - Crew Salzburg" zu gründen. Im Oktober dieses Jahres fand das erste Treffen statt. "Viva con Agua" wurde 2006 in Hamburg gegründet. Mittlerweile ist das Projekt in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien aktiv. Die Initiative, die sich selbst als "offenes Netzwerk" bezeichnet, gibt als erklärtes Ziel "eine Welt ohne Durst" an. Die stärkste Partnerorganisation ist die Welthungerhilfe. Derzeit laufen vor allem in Malawi Projekte für Zugang zu sanitären und hygienischen Einrichtungen sowie sauberem Trinkwasser. Auch verschiedene Bildungsprojekte werden durchgeführt.

"Unser Netzwerk bietet die perfekte Möglichkeit, auch Studenten aus anderen Fachbereichen kennenzulernen", sagt Louisa von der Salzburger "Viva con Agua"-Crew. "Jedem, der uns hilft, erwartet neben viel Spaß und dem guten Gefühl etwas zu verändern auch einmalige Möglichkeiten. Unser Netzwerk bietet Projektreisen nach Afrika oder kostenlosen Eintritt für Konzerte, Festivals und Events." Louisa ist seit Beginn bei der Salzburger Crew dabei. "Ich persönlich habe bei ,Viva con Agua' begonnen, weil ich im ersten Semester auf der Suche nach Kontakt zu netten Leuten war", erzählt sie. "Ich hatte die Hoffnung, bei ,Viva con Agua' Leute mit alternativeren Wertvorstellungen zu treffen. Zusätzlich hatte ich einfach Lust, aktiv etwas Gutes zu tun."

Dieser Beitrag wurde von Studenten der Universität Salzburg im Rahmen einer Lehrredaktion in Kooperation mit den "Salzburger Nachrichten" erstellt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 05.12.2020 um 04:26 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/sich-zu-engagieren-lohnt-sich-76995523

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