Innenpolitik

Fleischmann ist nicht mehr Medienbeauftragter

Die Inseratenaffäre zieht weitere Kreise: Der Medienbeauftragte im Kanzleramt, Gerald Fleischmann, geht.

Gerald Fleischmann SN/APA/HANS PUNZ
Gerald Fleischmann

Die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft in der Inseratenaffäre gegen das engste Umfeld des zurückgetretenen Bundeskanzlers Sebastian Kurz haben weitere personelle Konsequenzen: Gerald Fleischmann legt seine Funktion als Medienbeauftragter im Kanzleramt zurück und geht auf Urlaub, wie am Montag bekannt wurde. Die Leitung der Stabsstelle übernimmt Shilten Palathunkal.

Fleischmann galt als Kurz' Mann fürs Grobe und als Chefstratege hinter der türkisen Message Control, die zuletzt zunehmend aus dem Ruder gelaufen war. Er begleitete Sebastian Kurz, seit dieser im Jahr 2011 Integrationsstaatssekretär wurde. Damals wurde er dem Jungpolitiker als erfahrener Pressesprecher von der ÖVP zur Seite gestellt.

Kurz' aktueller Pressesprecher Johannes Frischmann geht vorerst ebenfalls auf Urlaub. Berater Stefan Steiner, der als strategisches Hirn der Kurz-Truppe gilt, hat sein Büro ohnehin in der Parteizentrale und dürfte nach APA-Informationen von dort aus auch weiter werken. Apropos Parteizentrale - dort gibt mit Generalsekretär Axel Melchior auch weiterhin ein enger Kurz-Vertrauter den Ton an. Einige Mitarbeiter aus dem Kanzleramt, die dem engen strategischen Zirkel allerdings nicht angehören, nimmt Kurz mit ins Parlament, darunter auch seine Büroleiterin.

Kurz' Kabinettschef Bernhard Bonelli hingegen bleibt auch unter dem neuen Bundeskanzler Alexander Schallenberg im Amt.

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