Süditalien

Apulien: Al Bano und die Zipfelmützenhäuser

Neun gute Gründe, um jetzt an den Stiefelabsatz Italiens zu fliegen. 10 % Rabatt auf den Flug ist nur einer davon.

1. Mit Austrian bequem nach Bari
Apulien, der "Stiefelabsatz" Italiens, rückt jetzt deutlich näher an Österreich heran: MyAustrian Holidays fliegt von 26. Mai bis 22. September 2016 Italien-Fans bequem von Wien nach Bari (ab 119 € one way). Und für SN-Leser offeriert Austrian Airlines Tickets inklusive Anschlussflügen ab allen österreichischen Flughäfen um 10 Prozent ermäßigt. Zur Rabatt-Aktion geht's hier - einfach den Rabatt-Code BARI2016 eintippen.
2. Alberobello: Hinter den Kulissen von "Schlumpfhausen"


Die imposanten weißen Rundhäuser (Trulli) im und um das Städtchen Alberobello sind das Wahrzeichen von Apulien. Erinnerungen an die Schlümpfe werden wach. Wer wissen will, wie man in den putzigen Häusern gelebt hat, dem empfehle ich einen Besuch in Maria Concetta Marcos Laden: dort gibt's nicht nur hausgemachte Spezialitäten zu verkosten, sondern auch ein Mini-Museum und einen Spiegelblick durch's Guckloch des Schlafzimmers.
3. Strandparadiese südlich von Bari

Die schönsten Strände Apuliens befinden sich an der Garganoküste und etwa 40 km südlich von Bari. Beim Städtchen Monopoli bin ich auf drei besonders schöne Badebuchten gestoßen: Der ehemalige Designer Viero Affatato betreibt hier die nette Strandbar "Marza", wo er coole Drinks und im Sommer chillige Livemusik bietet. Außerdem wartet auf die Gäste eine gepflegte Gartenanlage und ein feiner Sandstrand. Porto Ghiacciolo lockt gleich daneben mit einem gemütlichen Strandrestaurant. Und am ArcheoLido kann man nach dem Baden die Ausgrabungen von Egnazia besichtigen. www.marza.it, www.archeolido.com
4. Polignano a Mare - mein Tipp für Romantiker

Eine Badebucht gleich bei der Altstadt, verwinkelte Gässchen, nette Lokale und Cafés, Galerien und Künstler - das macht den besonderen Reiz der autofreien Altstadt aus. Ein stimmungsvolles Abendessen in einer Grotte bietet das Restaurant "Grotta Palazzese". www.grottapalazzese.it
5. Schlafen bei Pop-Star Al Bano

Der Hit "Felicitá" von Al Bano und Romana Power klingt mir in den Ohren, als ich Albano Carrisi in Cellino San Marco bei Brindisi einen Besuch abstatte. Der Star führt mich durch sein Paradies, lädt mich in sein Restaurant und lässt mich seinen Wein kosten. So viel Glück können auch Sie haben - sofern in Al Banos Hotel "Tenute Al Bano Carrisi" gerade Zimmer frei sind. http://www.tenutealbanocarrisi.it/
6. "Krone Apuliens"
Die "Denkerburg" Castel del Monte ist ein architektonisches Meisterwerk des Stauferkaisers Friedrich II. Das achteckige Schloss sollte wohl als geistiges Zentrum der intellektuellen Elite dienen, wurde aber nie ganz fertig gestellt.
7. Das Mega-Mosaik von Otranto
Auch der Küstenort Otranto ist einen Besuch wert. Sie sollten einen Blick in die Kathedrale Santa Annunziata werfen, in der ein imposantes Bodenmosaik zu bestaunen ist. Angeblich hat ein apulischer Mönch im 12. Jahrhundert drei Jahre daran gearbeitet und 10 Millionen Mosaiksteine verarbeitet. Imposant!
8. Barocke Pracht und Pappmaché
Am besten in der Abendsonne statten Sie der üppig barocken Stadt Lecce einen Besuch ab. Dann erstrahlen die Prachtbauten aus Tuffstein im besten Foto-Licht. Ein Meisterwerk ist etwa die Basilika Santa Croce, die mit dazu beitrug, dass der "Lecceser Barock" zu einem Begriff in der Kunstgeschichte wurde.
Bekannt ist Lecce auch für die Pappmaché-Kunst. Im Kastell können Sie Werke lokaler Künstler bestaunen, in den diversen Läden habe ich weniger kunstvoll gestaltete, aber nette Mitbringsel entdeckt.
9. Nikolaus und Pater Pio
Auch spirituelle Orte erfreuen sich in Apulien großer Beliebtheit bei Pilgern: So lebt der Ort San Giovanni Rotondo nach wie vor davon, dass sich hier in den 1960er Jahren beim Kapuzinerpater Pio die Wundmale Jesu zeigten. Pio wurde schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt - was auch daran lag, dass er mit Spenden ein riesiges Krankenhaus finanzierte, das neben dem Wallfahrtszentrum den Ort dominiert. In allen Geschäften steht mindestens eine Pater Pio-Figur (mit Wundmal-Hand). Architektonisch überaus interessant und erstaunlich wenig kitschig ist die 2010 errichtete moderne Wallfahrtskirche, in deren Unterkirche ich die Reliquien von Pater Pio besucht habe, der mit Maske in einer Vitrine liegt. Für viele ein heiliger Moment, für manche eine etwas makabre Angelegenheit.
Wenige wissen, dass sich auch die sterblichen Überreste des Nikolo in Apulien befinden, obwohl der heilige Nikolaus eigentlich aus Myra in der heutigen Türkei stammte. Der Grund: ein dreister Diebstahl. Süditalienische Kaufleute raubten anno 1087 die Gebeine des beliebten Heiligen, weil sie ein großes Wallfahrtsgeschäft witterten. Und tatsächlich feiert die Stadt Bari, in deren Basilika San Nicola der heilige Nikolaus nun liegt, jedes Jahr Anfang Mai die Ankunft der Reliquien. Vor der Kirche kann man eine Nikolaus-Statue bewundern, die der russische Präsident Putin zu Ehren des russisch-orthodoxen Patrons spendete.
Sonst hat Bari eine typisch italienische Altstadt zu bieten, deren Flair aber nicht ganz mit anderen Küstenstädten Apuliens mithalten kann. Quelle: SN

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Aufgerufen am 14.11.2018 um 10:11 auf https://www.sn.at/rajchl-reist/apulien-al-bano-und-die-zipfelmuetzenhaeuser-1493194

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