CAMPING IN ITALIEN

Mit dem Miet-Wohnmobil nach Venedig

Komfort-Camping für Anfänger: Videos & Tipps für einen ungewöhnlichen Familien-Trip an der Adria.

Mit großem Respekt habe ich immer die riesigen rollenden Wohnzimmer auf der Autobahn überholt, und jetzt sitze ich selbst in einem Wohnmobil. "Ein Wohnmobil-Urlaub ist Freiheit auf vier Rädern," schwärmt mir Bettina Pacher vom österreichischen Camping-Marktführer Gebetsroither in Liezen (Steiermark) vor. "Ihr habt alles mit, was Ihr für einen bequemen Urlaub braucht, und habt keine Zwänge. Ihr könnt Euch selbst versorgen oder Essen gehen, und Ihr werdet staunen, wie einfach alles ist."

Die Kids sind gleich Feuer und Flamme: "Wow! Wie in einem Wohnzimmer! Ein eigenes Schlafzimmer für uns! Eine Dusche! Und sogar ein Kühlschrank mit Tiefkühlfach!" - "Kann ich da gleich ein Eis mitnehmen?", fragt der neunjährige Vincenz den "Erklärbären", wie sich Franz Gruber selbst schmunzelnd vorstellt. Genau erklärt uns der Gebetsroither-Mitarbeiter, worauf es beim Wohnmobil fahren ankommt. Beruhigend: das meiste funktioniert mittlerweile automatisch. Der Kühlschrank stellt sich zum Beispiel von selbst von Gas- auf Strombetrieb um, sobald man den Camper am Campingplatz-Strom anschließt.

Der nächste Wow-Effekt erfolgt, als uns Franz Gruber den Trick mit dem Kippschalter zeigt: Plötzlich senkt sich die Decke des Fahrzeugraums ab und ein Hochbett kommt zum Vorschein. "Cool!" jauchzt Vincenz. Und damit in der Nacht niemand runterfällt, werden Netze gespannt. Alles ist wohl durchdacht - Steckdosen inklusive, von Navi bis Rückfahrkamera ist alles vorhanden.

Das Wasser kommt wie zuhause aus dem Wasserhahn - sofern man die Pumpe eingeschaltet hat und der Vorrat im Wassertank nicht aufgebraucht ist. Wie das funktioniert und wo das Wasser nachgefüllt wird, zeigt uns Franz Gruber genau.

Ein bisschen "heikel" ist die Sache mit dem Klo: Nach dem "Geschäft" spülen und dann einen Riegel am WC-Sitz auf- und zuschieben. Sonst stinkt's. Und schön drauf achten, ob die Kontrolleuchte am Mobil-WC aufleuchtet. Dann muss man nämlich das mobile Klo in eigenen Sanitärbereichen am Campingplatz entleeren. Und das ist gar nicht so grauslich wie wir gedacht haben: Das WC lässt sich wie einen Trolly führen und ist dank Chemikalie geruchsfrei.

Stauraum gibt's in unserem Wohnmobil genug - für Küchengeräte, Campingsesseln, Tisch und Fahrräder. Solche empfiehlt es sich auch mitzunehmen, denn die Distanzen auf dem Campingplatz sind riesig, und für den einen oder anderen Tagesausflug möchte man ja nicht gleich seine Wohnmobil-Zelte abbrechen. Steckdosen für die Kaffeemaschine, USB-Anschlüsse für Ladekabel, alles da.

Los geht's Richtung Italien! Die ersten zehn Minuten fahre ich zaghaft, doch dann habe ich mich an die Größe des rollenden Wohnzimmers gewöhnt. Und den Beifahrern taugt's - denn sie sitzen nicht eingepfercht in der zweiten Reihe, sondern bequem am Tisch.

Infos & Tipps für Wohnmobil-Einsteiger: https://www.wohnmobilezummieten.com/

Traumstrand, Aquapark und Restaurants auf dem größten Campingplatz Europas

Ein paar Stunden später erreichen wir recht entspannt unser Ziel: den Campingplatz Marina di Venezia in Punta Sabbioni bei Venedig. Campingplatz ist eigentlich eine Untertreibung, denn hier handelt es sich um ein riesiges Feriendorf, das täglich bis zu 12.000 Urlaubern Platz bietet. Es ist der größte Campingplatz Europas - und zählt auch zu den besten. Und das nicht nur wegen der Top-Qualität der für Camper nicht unerheblichen Sanitärräume. Die sind gepflegt und mit entzückenden Kinderbereichen ausgestattet. Da gibt's Elefanten-Brausen, Clown-Waschbecken in kindgerechter Höhe und Wickeltische für die Kleinsten.

Ein Hit nicht nur für Camping-Profis ist der kilometerlange feine und flach abfallende Sandstrand. Hier gibt's keine Platzkarten für Liegen, wie in Italien sonst sehr häufig üblich. Freiheit wird eben von Campern groß geschrieben.

Die Kids sind vom riesigen Aqua-Park begeistert: Pools, Wellenbecken, Wasserrutschen, Whirlpools. Das kennen wir sonst von All-inclusive-Clubs.

Vier Restaurants, Abend-Shows, Radverleih (auch Tandems!), Minigolf - langweilig wird einem nicht, und wer keine Lust auf Selbstversorgung und Geschirr abwaschen hat, kann sich hier wie ein Hotelurlauber verwöhnen lassen.

Wer sich jedoch als Meisterkoch betätigen will, findet in der Shop-Zone alles, was sein Herz begehrt: einen wohl sortierten Supermarkt, Bäcker, Obst- und Gemüsegeschäft, Fischhändler mit täglich frischem Fisch, der auf Wunsch auch zubereitet wird.

Info: www.marinadivenezia.it

Ausflugstipps: Mit dem Rad zu Flamingos, mit der Fähre nach Venedig

Der Campingplatz ist auch perfekter Ausgangpunkt für Ausflüge in die Umgebung: Mit dem Rad geht es zunächst zu einer beeindruckenden militärischen Festung, die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, um See-Angriffe von Venedig abzuwehren. Eine Ausstellung zeigt die Geschichte der Anlage. Danach erleben wir in der Lagune von Cavallino Treporti einen friedvollen wie idyllischen Kontrast: eine Oase mit Vögeln, mit etwas Glück bekommt man hier auch rosa Flamingos zu Gesicht. Ein verschlafener Ort ist Lio Piccolo mit einer winzigen Kirche, einem Turm und ein paar alten Häusern.

Auch Venedig erschließt sich uns Campern auf die entspannte Tour: Direkt vom Campingplatz führt uns ein Bus in wenigen Minuten zur Fährenanlegestelle von Punta Sabbioni, und etwa eine halbe Stunde später steigen wir beim Markusplatz aus. Nach einem feinen Tag in Bella Venezia bringt uns die Fähre zurück in unsere relaxte Wohnmobil-Parallelwelt.

Ausflugstipps: https://www.marinadivenezia.it/deu/umgebung

Die Alternative: Komfort-Apartment auf dem Campingplatz

Wer lieber mit seinem eigenen Auto als mit einem Camper auf Urlaub fahren möchte, aber trotzdem die legere Camping-Atmosphäre genießen will, kann bei Gebetsroither eine Alternative buchen: Mobilheime. Ich habe mir die mobilen Apartments auf dem Campingplatz Marina di Venezia angeschaut. Das Salzburger Paar Christian Fleissner und Barbara Jeglitsch kümmert sich hier mit österreichischem Charme um das Wohl der Gäste und damit in den Mobilheimen alles in Schuss bleibt. Die mobilen Apartments sind mit Schlafzimmern, Betten, Küche, Vorraum, TV-Gerät, Dusche/WC und gemütlicher Terrasse komplett ausgestattet.

"Früher war ich mit meiner Frau campen, aber seit unsere drei Töchter auf der Welt sind, machen wir lieber bequemer im Mobilheim Urlaub - und genießen dabei trotzdem alle Freiheiten", erzählt mir Stammgast Robert Dullnig aus Kärnten im Video-Interview.

Infos über Mobilheime

(Entgeltliche Einschaltung)

REISEN WIE RAJCHL
Miet-Wohnmobil für vier Personen: Hochsommer-Woche ab 1058 €

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