Chronik

Betrugsverdacht: Ex-Sportfunktionär muss sich vor Gericht verantworten

Einem ehemaligen Vizepräsidenten des ASVÖ wird vorgeworfen, durch Falschangaben mehrere Vereine in seinem Umfeld bereichert zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der ASVÖ um mehr als 30.000 Euro geschädigt wurde.

Ein Prozesstermin am Salzburger Landesgericht steht noch nicht fest (Symbolbild). SN/APA/BARBARA GINDL
Ein Prozesstermin am Salzburger Landesgericht steht noch nicht fest (Symbolbild).

Ein früherer Vizepräsident des Allgemeinen Sportverbands (ASVÖ) in Salzburg muss sich wegen des Verdachts des schweren Betrugs vor dem Landesgericht Salzburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Ende April einen Strafantrag gegen den Ex-Funktionär eingebracht.

Ihm wird vorgeworfen, in den Jahren 2015 und 2016 Verfügungsberechtigte des ASVÖ getäuscht und damit zur Auszahlung von Mitteln der Sportförderung der Republik Österreich verleitet zu haben. Die Falschangaben wurden laut dem Strafantrag bei der Abgeltung von Materialkosten gemacht, die im Rahmen der Teilnahme am Projekt "Kinder gesund bewegen" entstanden sein sollen. Gleich mehrere Vereine sollen dadurch unrechtmäßig bereichert worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat einen Schaden von mehr als 30.000 Euro ermittelt. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Der frühere Geschäftsführer des ASVÖ Salzburg, der im vergangenen Jahr fristlos entlassen worden war, hatte das Verfahren mit einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft angestoßen. Darin war von Ungereimtheiten im Umgang mit Fördergeldern die Rede, die an Vereine im Umfeld des ehemaligen Vizepräsidenten geflossen seien. Der Ex-Geschäftsführer bekämpfte seine fristlose Entlassung zudem vor dem Arbeitsgericht - die Auseinandersetzung endete in einem Vergleich mit dem ASVÖ Salzburg.


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