Chronik

Coronavirus eingeschleppt: Landeskliniken verhängen wieder ein Besuchsverbot

An den beiden Standorten des Salzburger Uniklinikums gilt ab Samstag wieder ein weitgehendes Besuchsverbot. Grund dafür sind eingeschleppte Infektionen, aber auch aggressive Besucher, die sich nicht an die Maskenpflicht gehalten und stattdessen das Personal beschimpft haben.

Die Salzburger Landeskliniken verhängen ein weitgehendes Besuchsverbot ab Samstag.  SN/salk
Die Salzburger Landeskliniken verhängen ein weitgehendes Besuchsverbot ab Samstag.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in Salzburg weiter. Am Donnerstag (Stand: 11.30 Uhr) gab es 1367 aktiv infizierte Personen im Bundesland. Allerdings waren 224 positive Tests noch nicht von der Statistik erfasst.

71 Covid-Patienten befanden sich am Donnerstag in Spitalsbehandlung, darunter acht auf der Intensivstation. Bereits 3275 Personen im Bundesland sind als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne oder "verkehrsbeschränkt".

In den Salzburger Landeskliniken wird nun wieder ein Besuchsverbot verhängt. Denn es habe bereits Fälle gegeben, in denen Besucher das Virus in die Krankenanstalten eingeschleppt hätten, heißt es in einer Aussendung.

Sicherheitsdienst musste Pflegepersonal schützen

"Zudem mehren sich an den beiden Standorten des Uniklinikums Salzburg - Campus LKH und Campus CDK - Situationen, in denen die bisherigen Besuchsregeln und Hygienebestimmungen (Maskenpflicht) nicht eingehalten wurden. Zum Teil wurde das Pflegepersonal von aggressiven Besucherinnen und Besuchern beschimpft - in Einzelfällen musste sogar ein Sicherheitsdienst zu Hilfe geholt werden", teilten die Kliniken mit.

Daher gelte ab Samstag an beiden Uniklinikum-Standorten ein weitgehendes Besuchsverbot. "Das dient zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten, aber auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagt Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken und Leiter des Landes-Medizinstabes.

Ausnahmen sind für junge Väter in der Geburtenstation, für Angehörige von Patientinnen und Patienten in Palliativsituationen und an der Uniklinik für Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie nach Absprachen mit den jeweiligen Unikliniken möglich. In all diesen Fällen würden die bisherigen Regeln gelten: ein Besuch pro Patientin bzw. Patient pro Tag für eine Stunde. Die bereits geltenden weitgehenden Besuchsverbote an den Landeskliniken Hallein und Tamsweg bleiben aufrecht.

Quelle: SN

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