Chronik

Elektrosmog machte sie krank

Ihr Leiden hat einen Namen: EHS (Elektrohypersensibilität). Daniela Pichler, Erika Gabriel und Peter Müller tragen Abschirm-Kleidung mit Silberfäden, ihre Wände sind mit Graphitfarbe ausgemalt und ihre Schmerzen sind besonders stark, wenn der Elektrosmog dick ist.

Daniela Pichler (v. l.), Erika Gabriel und Peter Müller haben trotz EHS das Lachen nicht verlernt. SN/sw/kabö
Daniela Pichler (v. l.), Erika Gabriel und Peter Müller haben trotz EHS das Lachen nicht verlernt.

Die Frage des Treffpunkts gestaltete sich nicht einfach. In einem Funkloch, weit weg von Handymasten und WLAN-Routern, nahe Mattighofen klappte es perfekt, glücklicherweise fast schmerzfrei.

Für Daniela Pichler aus Hintersee begann der Leidensweg 2008 mit Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Auf Telefonate mit dem Handy reagierte sie mit Übelkeit und Panikattacken. Der Zusammenhang war unklar, sagt die heute 49-Jährige. Mit der Zeit kamen Herzrasen, Sehstörungen und Gewichtsabnahme dazu. Die Ärzte waren ratlos, stellten ihr die Diagnose Burn-out und rieten zu Antidepressiva. Das ständig aktive WLAN des Nachbarn zwang sie 2016 zum Hausverkauf. Ab da war klar, worauf ihr Körper reagierte. Der Umweltmediziner des Landes, Gerd Oberfeld, war ihr eine große Hilfe. Oberfeld weiß, dass EHS oft nicht erkannt wird: "Die Beschwerden, die hier auftreten, sind unspezifisch und können viele Ursachen haben. Die meisten Ärzte kennen es nicht. Es ist ein Randthema."

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