Chronik

Geschäftsöffnung: Salzburg zwischen Warteschlangen und leeren Shops

Geschäftiges Treiben in den Gängen, Warteschlangen, volle Parkplätze, aber auch leere Shops: Nach fast sieben Wochen Shutdown haben am Samstag Salzburgs Einkaufszentren, Friseure und größere Geschäfte wieder geöffnet. Der Andrang war vor allem in den Möbelhäusern groß.

Auch ohne Kunden aus Bayern war im Europark am Samstag bereits viel los. SN/fmt
Auch ohne Kunden aus Bayern war im Europark am Samstag bereits viel los.

Während sich insbesondere die Möbelhäuser in Eugendorf und im Europark über regen Kundenzuspruch freuten, war am Samstag von großer Kauflust in der Salzburger Altstadt noch verhältnismäßig wenig zu spüren. Die Stadt ist belebt, die Menschen gehen wieder einkaufen. Von der früheren Dichte an Einheimischen und Touristen war die Altstadt aber weit entfernt. Mit Maske fehlt ein bisschen die Leichtigkeit des Flanierens.

Vor dem Bekleidungsgeschäft Dantendorfer standen einige Frauen in der Schlange vor dem Eingang. "Bitte warten, es sind zu viele Kunden im Geschäft", hieß es auf einem Hinweisschild an der Tür. Auch in einem nahen Trachtengeschäft herrschte reger Andrang, beim Eingang wurde Mundschutz aus buntem Dirndlstoff angeboten.

Vor dem Nespresso-Shop in der Getreidegasse hatte sich gegen Mittag eine lange Schlange gebildet - offenbar ist vielen Salzburgern in der Krise der Kaffee ausgegangen. Auch beim Spirituosengeschäft Sporer, für viele Salzburger Fixpunkt ihres samstäglichen Besuchs in der Stadt, waren die Kunden zurück. Mit großem Abstand wurde über die Getreidegasse hinweg in Grüppchen kommuniziert. Ein paar Geschäfte weiter waren Verkäuferinnen ganz allein in einer Boutique und warteten, dass endlich jemand ins Geschäft kommt.

"The Show must go on" hatte ein Schuhgeschäft in seinen Auslagen plakatiert, andere hatten sich schönen Blumenschmuck und aufwendige Dekorationen einfallen lassen, um die Freude am Einkaufen anzukurbeln. Viele Händler werben mit Rabatten um ihre Kunden. Bei der Modekette Zara informierte ein Schild, dass nach den geltenden Regelungen 96 Kunden im Geschäft sein dürfen. Drinnen gustierten einige Kunden, andere kamen mit gut gefüllten Einkaufstaschen aus dem Geschäft. Auch die Linzergasse war belebt, es blieb aber auch hier genügend Platz, um die nötigen Abstandsregeln einzuhalten.

"Wir sind gut besucht, es sind viele Kunden im Haus", zog indes Manuel Mayer, Center-Manager im Europark Salzburg, am frühen Nachmittag gegenüber der APA eine positive erste Bilanz des Tages der Wiedereröffnung: "Es läuft zufriedenstellend. Die Händler und Kunden haben sich aufeinander gefreut." Es sei schön, dass wieder Leben im Haus herrsche.

Bilder der Geschäftsöffnung im Europark, aus der Altstadt und aus Eugendorf:

Vor allem vor Elektrohändlern, Optikern und Schuhgeschäften kam es zu Warteschlangen.  SN/wolfgang moser-eng fmt
Vor allem vor Elektrohändlern, Optikern und Schuhgeschäften kam es zu Warteschlangen.
Der neue Bestseller?  SN/wolfgang moser-eng fmt
Der neue Bestseller?
Über regen Zuspruch freuten sich auch die großen Möbelhäuser – wie hier der IKEA beim Europark.  SN/wolfgang moser-eng fmt
Über regen Zuspruch freuten sich auch die großen Möbelhäuser – wie hier der IKEA beim Europark.
Bildeten sich hier im Geschäft Warteschlangen,...  SN/wolfgang moser-eng fmt
Bildeten sich hier im Geschäft Warteschlangen,...
...kam es vor Eugendorfs Möbelhäusern bereits bei der Anreise zu Staus.  SN/wolfgang moser-eng fmt
...kam es vor Eugendorfs Möbelhäusern bereits bei der Anreise zu Staus.
Die Parkplätze waren voll.  SN/wolfgang moser-eng fmt
Die Parkplätze waren voll.
Ja, die Parkplätze waren voll.  SN/wolfgang moser-eng fmt
Ja, die Parkplätze waren voll.
Der Ausverkauf ist vielerorts eröffnet.  SN/franz neumayr - pressefoto neuma
Der Ausverkauf ist vielerorts eröffnet.
Zum ersten Mal seit Wochen zeigte sich die Getreidegasse in Salzburg wieder belebt, wenngleich auch weit unter der für einen Samstag sonst üblichen Kundenfrequenz.  SN/franz neumayr - pressefoto neuma
Zum ersten Mal seit Wochen zeigte sich die Getreidegasse in Salzburg wieder belebt, wenngleich auch weit unter der für einen Samstag sonst üblichen Kundenfrequenz.
Auch der Grünmarkt ist zurück.  SN/franz neumayr - pressefoto neuma
Auch der Grünmarkt ist zurück.
Hochbetrieb herrschte auch bei Friseur Christian Sturmayr. „20 Kundinnen in sieben Stunden, da ist keine Zeit für eine Pause“. Da kam gerade recht, dass mit Trachtendesigner Markus Meindl ein „Kahlköpfiger“ sich ins Geschäft verirrte und nicht nach einem Termin fragte. Vielmehr hatte der Bayer den Mundschutz für alle Mitarbeiter des Friseurs designt.<br>„Schlicht in schwarz gehalten, aber vor allem wichtig, damit sind alle Hygienevorschriften eingehalten und angenehm zu tragen“, so Meindl. <br>  SN/franz neumayr - pressefoto neuma
Hochbetrieb herrschte auch bei Friseur Christian Sturmayr. „20 Kundinnen in sieben Stunden, da ist keine Zeit für eine Pause“. Da kam gerade recht, dass mit Trachtendesigner Markus Meindl ein „Kahlköpfiger“ sich ins Geschäft verirrte und nicht nach einem Termin fragte. Vielmehr hatte der Bayer den Mundschutz für alle Mitarbeiter des Friseurs designt.
„Schlicht in schwarz gehalten, aber vor allem wichtig, damit sind alle Hygienevorschriften eingehalten und angenehm zu tragen“, so Meindl.
Quelle: SN

Aufgerufen am 05.12.2020 um 12:41 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/geschaeftsoeffnung-salzburg-zwischen-warteschlangen-und-leeren-shops-87029410

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