Chronik

Heimische Vögel in Salzburg: Welche es gibt und warum sie bedroht sind - testen Sie Ihr Wissen!

Der heimische Vogelbestand hat sich in den vergangenen Jahren um rund ein Drittel verringert. Welche Vogelarten es betrifft und warum die Landwirtschaft dabei die größte Rolle spielt. Testen Sie Ihr Wissen!

Es ist leiser geworden auf den Salzburger Wiesen und Feldern. Schon vor Wochen schlugen Vogelfreunde in Salzburg Alarm: Die meisten Futterhäuschen blieben in den beginnenden kalten Monaten verwaist. "Schuld daran ist hauptsächlich die Intensivierung der Landwirtschaft", sagt BirdLife-Sprecherin Susanne Schreiner. "Die Problematik liegt im frühen und häufigen Mähen der Wiesen, Verlust von Hecken, Feldrainen und Einzelbäumen und damit dem Verlust des Lebensraums der heimischen Vögel", sagt Schreiner. Nicht zuletzt der Einsatz von Pestiziden im Ackerbau und Obstbau mache den Vögeln zu schaffen. "Einige Studien zeigen aber auch, dass sich der Vogelbestand durch Veränderungen, die mit dem Klimawandel einhergehen, verschoben hat". Besonders hart hat es in den vergangenen Jahren die Grauammer getroffen. Diese zeige in den vergangenen 20 Jahren einen Schwund um 90 Prozent.

Um zu beobachten, wie sich die Vogelpopulationen verändern, führen viele Länder Europas Bestandsüberwachungen durch. Noch bis zum 6. Jänner sind alle Salzburger dazu aufgerufen, im eigenen Garten, im Park oder auf dem Balkon für eine Stunde Vögel zu zählen.

Aber welche Vogelarten kommen in heimischen Gebieten hauptsächlich vor? Und was sind ihre Merkmale? Ein Überblick.

Die Blaumeise

Die Blaumeise kommt in Salzburg besonders häufig vor.  SN/birdlife/michael_dvorak
Die Blaumeise kommt in Salzburg besonders häufig vor.

Scheu sind sie nicht, die kleinen Singvögel. Blaumeisen sind sportlich, sie werden als "geschickte Turner" bezeichnet. Sie bewegen sich sogar kopfunter auf dünnen Zweigen. Mit ihrem blau-gelben Gefieder ist die Blaumeise leicht ausfindig zu machen. Die Höhlenbrüter gehören zu den bekanntesten heimischen Vogelarten, im Land Salzburg ist sie die häufigste Vogelart. Das liegt vor allem daran, dass sie schnell anpassungsfähig sind. Die kleinen und gedrungen wirkenden Vögel haben kurze Schnäbel. Sie bewohnen vor allem Laubholzbestände und Mischwälder. Im Winter sind sie auch häufig in Schilfgebieten zu finden. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, deren Larven, Spinnen und anderen Kleintieren.

Der Haussperling oder "Spatz"

Der Haussperling oder „Spatz“ scheut den Menschen am wenigsten. SN/michael_dvorak
Der Haussperling oder „Spatz“ scheut den Menschen am wenigsten.

Spatzen sind echte Kulturfolger. Sie leben in Städten, Dörfern, Einzelgehöften oder auf Berghütten. Also überall dort, wo Menschen leben. Der kräftige, kompakte Körper ist beim Männchen rotbraun, beim Weibchen etwas heller. Die Flügeloberseite ist braun mit weißen Streifen, im Flügel ist eine weiße Binde deutlich sichtbar, eine zweite angedeutet. Ihre Nester bauen sie in Löchern, in Baumhöhlen oder freistehend in Kletterpflanzen. Mit ihrem "dchuip", "dschuip" hört man sie schon von weitem.

Die Kohlmeise

Eine Kohlmeise an einer Futtersäule. SN/birdlife
Eine Kohlmeise an einer Futtersäule.

Die Schwester der Blaumeise, die Kohlmeise, verdankt ihren Namen der kohlschwarzen Kopfzeichnung. Seit einigen Jahren ist die Kohlmeise im Höhenflug: Nach der Wintervogelzählung von BirdLife Österreich war sie auch im vergangenen Jahr wieder der am häufigsten beobachtete Vogel in Österreich. Mit ihren 14 Zentimetern gehört sie zu den größten Meisenarten, die bei uns leben. Am häufigsten sieht man sie in Parks, Kleingärten oder Wiesenrändern. Sie gehören zu den Standvögeln.

Der Buchfink

Der „Finkenschlag“ des Buchfinken ist bei schönem Wetter schon Ende Februar zu hören. SN/birdlife/hannah_assil
Der „Finkenschlag“ des Buchfinken ist bei schönem Wetter schon Ende Februar zu hören.

Der kleine Singvogel hat ein äußerst großes Verbreitungsgebiet in Europa. Sein Terrain reicht von der Küste bis zur Baumgrenze im Gebirge. Unabhängig vom Geschlecht weisen sie einen auffallenden weißen Schulterfleck, eine weiße Flügelbinde und weiße, äußere Steuerfedern auf. Der blaugraue Kopf, die weinrote Brust und der stahlblaue Schnabel sind unverkennbar. Im Herbst und Winter gehen die Buchfinken zu vegetarischer Ernährung über. Mit ihrem kräftigen Schnabel können die Finken Samen, keimende Saat, Beeren und Knospen gut picken.

Die Amsel

Die männlichen Amseln sind mit ihrem schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel leicht zu erkennen. SN/lisa_lugerbauer/birdlife
Die männlichen Amseln sind mit ihrem schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel leicht zu erkennen.

Die Amsel gehört zur Familie der Drosseln und den Sperlingsvögeln. Häufig wird sie auch Schwarzdrossel genannt. Bis zu 110 Gramm wiegen die kleinen dunklen Drosseln. Das schwarze Prachtkleid der Männchen wird nur von ihrem gelben Schnabel und gelben Augenringen durchbrochen. Bei den Weibchen sind Federn und Schnabel braun. Sie gehören zu den Zugvögeln, viele der Amseln kommen im Winter aus Skandinavien nach Österreich.

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