Chronik

Integrations-WM: Marko Feingold macht den Ehrenankick

Marko Feingold feierte an diesem Montag seinen 105. Geburtstag. Morgen, Donnerstag, ist er bei der Integrations-Weltmeisterschaft der Kicker als Gast dabei, bei der 40 Teams um den Titel spielen.

Sie sind fester Bestandteil der Integrations-WM: Organisator Erwin Josef Himmelbauer, Helfer Cornelius O’Connor, Antonio de Oliveira aus Brasilien und der Syrer Sirag Issa.   SN/sw/saha
Sie sind fester Bestandteil der Integrations-WM: Organisator Erwin Josef Himmelbauer, Helfer Cornelius O’Connor, Antonio de Oliveira aus Brasilien und der Syrer Sirag Issa.  

Antonio de Oliveira ist als Fußballer ehrgeizig. "Natürlich wollten wir Brasilianer beim ersten Antreten gewinnen, aber mittlerweile stehen der Spaß und die gewonnenen Freundschaften im Vordergrund", sagt der Mitarbeiter einer Salzburger Speditionsfirma, der 2005 von der brasilianischen Küstenstadt Recife nach Österreich gekommen war. Seine vier Schwestern leben schon seit längerer Zeit hier.

Ein Jahr später, nämlich 2006, fand die erste Integrations-Weltmeisterschaft im Fußball statt. Das Motto von Organisator Erwin Josef Himmelbauer lautet: "Die Welt ein Stückchen besser machen." Mittlerweile gibt es in Wien, Graz, Innsbruck, Baden und Linz ähnliche Veranstaltungen. "Die Organisation der ganzen Turniere ist schon sehr anstrengend und kostet viel Zeit. Die Matchtage sind dann gar nicht so schlimm, das rennt schon sehr gut", sagt der Radiomoderator.

Morgen, Donnerstag, ist es wieder so weit. Dann startet um 10 Uhr die 13. Ausgabe der Integrations-Weltmeisterschaft in Salzburg, bei der Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammentreffen. Gespielt wird wie schon in den vergangenen Jahren auf dem PSV-Platz in der Alpenstraße. "Wir spielen wie jedes Jahr auf dem Halbfeld mit sieben Spielern pro Team", so Himmelbauer. Insgesamt 40 Mannschaften mit Spielern aus der ganzen Welt, die entweder in Salzburg oder Umgebung leben, werden dem runden Leder hinterherjagen. "Wir haben ganz klare Regeln, jeder Spieler muss sich benehmen", sagt Erwin Josef Himmelbauer, der auch schon mal den einen oder anderen Akteur ausschließen musste. Das komme aber nur ganz selten vor. Wichtig ist ebenfalls, dass keine Profis an diesem Turnier teilnehmen. "Wir kontrollieren das dann auch rigoros."

Um 13.30 Uhr wird ein besonderer Gast den Ehrenankick vornehmen. Kein Geringerer als Marko Feingold besucht die Integrations-WM. "Es ist unglaublich, was er in seinem Leben geleistet hat. Hut ab", so Himmelbauer. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg feierte an diesem Montag seinen 105. Geburtstag.

Unterstützt wird Erwin Josef Himmelbauer von einigen Helfern. Darunter auch Cornelius O'Connor. Der 54-Jährige kam Mitte der 1990er-Jahre von Johannesburg nach Salzburg und managt das südafrikanische Team. Eine Rückkehr in seine alte Heimat kann er sich nicht mehr vorstellen. "Ich liebe Salzburg und werde hierbleiben." Einen Wunsch hat Himmelbauer noch: ein Team aus Argentinien. "Wir haben es sogar mal geschafft, ein Team aus dem Königreich Bhutan aufzustellen, aber es scheint, als gebe es keine Argentinier in Salzburg. Dabei sind die ja prädestiniert fürs Kicken."

Aufgerufen am 17.11.2018 um 01:25 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/integrations-wm-marko-feingold-macht-den-ehrenankick-28587337

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