Chronik

Nach Blitzschlag: Brand zerstört Bauernhaus am Gaisberg

Bauernfamilie konnte sich retten. Umliegende Landwirte halfen mit Wasser aus.

Der Alarm ging am Montag gegen 15.30 Uhr bei der Salzburger Berufsfeuerwehr ein. Kurz zuvor hatte ein gewaltiger Blitz, der nahezu senkrecht vom Himmel schlug, das Anwesen der Familie Ebner am Gaisberg getroffen. "Der Blitz hat das Dach und das darunter lagernde Heu in Brand gesetzt", schilderte wenig später Reinhold Ortler, Chef der Salzburger Berufsfeuerwehr. Die Flammen hätten sich sich schnell ausgebreitet. "Das Wohnhaus und der Wirtschaftstrakt bilden eine eigene Einheit. Das Gebäude ist einsturzgefährdet, ein Totalschaden", so Ortler.

Die schwer getroffene Familie blieb unversehrt, lediglich der Bauer selbst soll sich nach Darstellung der Polizei leicht am Kopf verletzt haben. Auch das Vieh konnte in Sicherheit gebracht und bei umliegenden Bauern eingestellt werden.

Feuerwehren danken den Landwirten

"Ich muss gleich ein großes Dankeschön an die Bauernschaft richten", betonte Reinhold Ortler, denn obwohl rund 60 Feuerwehrleute am Brandort im Einsatz standen, fehlte anfangs das nötige Wasser. "Die Bauern haben sofort mit Fässern Wasser herbeigebracht und unser Löschsystem damit befüllt", sagte der Kommandant der Salzburger Berufsfeuerwehr. Unterstützung kam auch von den freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Salzburg. Zeitgleich galt für die Berufsfeuerwehr die höchste Alarmstufe. Das bedeutet, dass sich zusätzliche Feuerwehrleute aus dem sogenannten freien Dienst bei den Wachen einfanden, um für mögliche weitere Einsätze im Stadtgebiet zur Verfügung zu stehen.

Während die Löschmannschaften am späten Montagnachmittag nach wie vor am Gaisberg im Einsatz standen, um drei umliegende Gebäude im starken Wind vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren, fand sich auch eine vorübergehende Unterkunft für die Landwirtsfamilie. Sie können vorerst in einem Zubau, der sich etwa 20 Meter vom Brandort entfernt befindet, übernachten.

Bürgermeister zur Wasserversorgung

Die SN fragten auch Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner zur aktuellen Wasserversorgung am Gaisberg: "Die Landwirte in diesem Bereich verfügen alle über einen eigenen Brunnen. Auf der Seite zu Elsbethen-Glasenbach ist ja bekanntlich schon vor längerer Zeit eine Wasserleitung auf den Gaisberg geplant", so Preuner. Damit sollen auf Stadtgebiet die Bereiche des Gaisberg-Gipfelplateaus und der Zistelalm, in Elsbethen die Ortschaften Vorderfager und Oberwinkl mit Trinkwasser in ausreichender Menge versorgt werden.

Nach Darstellung des Bürgermeisters habe sich dieses Projekt, das noch unter seinem Vorgänger Heinz Schaden entwickelt worden sei, verzögert. Demnach habe es im Verfahren einen Einspruch einer Grundbesitzerin gegeben, der mittlerweile wieder zurückgezogen sei. "Wir mussten in Folge auch erheben, wie viele Liegenschaften an dieser Wasserleitung teilhaben wollen. Wir haben die Betroffenen auf die Höhe der Anschlusskosten hingewiesen", so Bürgermeister Preuner. Die meisten Anrainer hätten sich mittlerweile für einen Anschluss an eine solche Wasserleitung entschieden und würden auch auch die Anschlusskosten bezahlen. Laut Preuner liegt das gemeindeübergreifende Projekt "Wasserleitung Gaisberg" bei der grünen Stadträtin Martina Berthold.

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