Chronik

Skisaison in Salzburg startet am 13. Oktober

Nein, nicht nur am Gletscher des Kitzsteinhorns können Skifahrer bald erste Schwünge ziehen. Auch am Pass Thurn/Resterhöhe wird es möglich sein.

"Snowfarming" heißt die Methode. Sie gehört mittlerweile zum kleinen Einmaleins der Skibranche. Dahinter versteckt sich die Technik, Schnee förmlich zu hüten, zu "pflegen" und auf Halde zu legen. Und zwar in Schneedepots.

Im Frühling, nach Saisonschluss auf der "Rest", wurden 40.000 Kubikmeter Schnee durch Pistenraupen auf drei Depots zusammengeschoben. Dann wurde der Schnee mit zehn Zentimeter starken Isolierplatten eingepackt. Darüber Silofolie gelegt. Am Ende folgte ein Vlies mit Klettverschluss. Das breche die UV-Strahlen und sei wasserundurchlässig. Auf dem Pass Thurn/ Resterhöhe im Grenzgebiet Mittersill/Kitzbühel wird die Technik seit Jahren angewandt, um möglichst früh in die Skisaison starten zu können. Heuer soll das am 13. Oktober der Fall sein. Betrieben werden die Lifte auf der Resterhöhe von den Kitzbüheler Bergbahnen.

Der Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun, Norbert Karlsböck, sagte auf Anfrage: "Wir legen den Starttermin noch diese Woche fest. Vielleicht wird es der 13. Oktober sein. Vielleicht ist es durch Neuschnee schon früher möglich."

Salzburgs Seilbahner nahmen heuer extrem viel Geld in die Hand. 200 Mio. Euro in Summe. So viel wie noch nie. "Damit bleibt unsere Branche Motor der Konjunktur und für die Beschäftigung in den Salzburger Wintersportgebieten", formuliert es Ferdinand Eder. Der langjährige Sprecher der Salzburger Seilbahner übergab seine Funktion am Dienstag bei der Fachtagung der Branche an seine Stellvertreterin Veronika Scheffer. 2020 wird dann Erich Egger im Rahmen der Wirtschaftskammerwahlen als Obmann-Kandidat ins Rennen gehen. Egger ist Vorstand der Schmittenhöhebahnen AG. Die Seilbahner setzen weiterhin auf Entwicklung und Schaffung von "Großskiräumen." Dort, wo es topografisch Sinn ergebe, "weil es die Kunden wünschen".

130 Mio. Euro werden 2018/19 in Neubauten und "Komfortoptimierung" von Seilbahnen und Liftanlagen fließen. 40 Mio. Euro an Investitionen gehen in die technische Beschneiung. Das passiere weiter nach dem "Salzburger Reinheitsgebot". Für die Herstellung von Kunstschnee würden ausschließlich Wasser und Luft verwendet.

4700 Hektar Skipisten werden mittlerweile in Salzburg beschneit. Das sind 85 Prozent der gesamten Skifläche. 30 Mio. Euro nimmt die Branche in die Hand, um Parkplätze, Pistengeräte, Service- und Gastroeinrichtungen auf den letzten Stand zu bringen.

Im Bundesland Salzburg gibt es 412 Seilbahn- und Liftanlagen (86 Seilbahnen, 156 Sesselbahnen, 166 Schlepplifte, drei Förderbänder). Dazu 120 Speicherteiche mit fünf Millionen Kubikmeter Wasserinhalt. 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ganzjährig beschäftigt, im Winter sind es 2500. Der Umsatz der Branche lag zuletzt bei rund 300 Mio. Euro.

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