Chronik

Suche nach vermisstem Ex-Paar: Frauenleiche zwischen Fürstenbrunn und Großgmain gefunden

In einem Waldgebiet zwischen Fürstenbrunn und Großgmain ist am Samstagnachmittag eine Frauenleiche gefunden worden. Laut Polizei handelt es sich "augenscheinlich" um jene 44-jährige Bosnierin, die am Dienstag als vermisst gemeldet worden war. Nach dem Ex-Mann wird nun per Haftbefehl gefahndet.

Nur wenige Meter neben einer Forststraße zwischen Fürstenbrunn und Großgmain fand am Samstagnachmittag ein Spaziergänger eine Frauenleiche. Bei dem Spaziergänger handelt es sich laut SN-Informationen um einen Mitarbeiter der Hundestaffel des Roten Kreuzes, der am Samstag mit seinem Hund privat unterwegs war. Der Hund stieß auf die Leiche, die hinter einer Böschung entlang der Forststraße abseits der Römerstraße lag.

Bei der gefundenen Frau handelt es sich vermutlich um jene Frau, die seit Montag in der Stadt Salzburg als vermisst gemeldet war. Die 44-Jährige war am Montagabend von einem Treffen mit ihrem Ex-Mann nicht zurückgekehrt, woraufhin sie ihre Angehörigen bei der Polizei als vermisst meldeten.

Ex-Ehemann soll gewalttätig sein: Bruder der Frau startete Aufruf auf Facebook

Die Polizei sicherte den Fundort der Leiche ab, bis zum späten Nachmittag liefen die Tatortarbeiten und die Spurensicherung. Für die Angehörigen der 44-jährigen Frau bedeutet das wohl traurige Gewissheit. Noch am Freitagnachmittag postete ihr Bruder einen Aufruf auf Facebook. Darin bat er bei der Suche nach seiner vermissten Schwester um Hilfe. In seinem Posting beschrieb er auch, dass der Ex-Ehemann seiner Schwester gewalttätig, eifersüchtig und besitzergreifend sei und auch "bereit, sie umzubringen".

Die Polizei ermittelt nun wegen Mordverdachts. Am Montag soll die gefundene Frauenleiche obduziert werden, kündigt die Staatsanwaltschaft an. Damit sollen die tatsächliche Identität und die Todesursache festgestellt werden. Vom 47-jährigen Ex-Ehemann der Frau fehlt nach wie vor jede Spur. Die beiden in Salzburg lebenden bosnischen Staatsbürger sollen seit etwa zwei Jahren geschieden sein. Sie sollen sich am Montag nach der Arbeit verabredet haben, um den Verkauf der ehemals gemeinsamen Wohnung zu besprechen.

Die Polizei Salzburg hatte am Dienstag eine Suchaktion gestartet. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass beide Mobiltelefone am Montag zwischen Großgmain und dem Grödiger Ortsteil Fürstenbrunn eingeloggt waren. Das Auto des Mannes konnte jedoch fast 90 Kilometer weiter südlich in der Nähe des Lungauer Riedingtals geortet werden. Dort soll dem Vernehmen nach auch das Handy des Mannes am Dienstag noch einmal eingeschaltet worden sein. Jenes der Frau war zu diesem Zeitpunkt schon ausgeschaltet, die Beamten sollen es im geparkten Auto im Lungau sichergestellt haben.

Ex-Ehemann weiterhin verschwunden

Das in Zederhaus geparkte Auto fanden die Beamten leer vor. Unter einem Türfalz entdecken sie jedoch Blutspuren. Offenbar soll dort auch ein Metallrohr gefunden worden sein, das auf eine mögliche "Tatwaffe" hindeuten könnte.

Dass der 47-jährige Mann vom Fundort der Frauenleiche weiter in den Lungau fuhr, dort das Auto in der Gemeinde nahe der Autobahn parkte und anschließend auf anderem Wege floh, kann nicht ausgeschlossen werden. Wie Marcus Neher, Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, am Sonntag den SN sagte, wird der 47-jährige Mordverdächtige nun mit gerichtlichem Haftbefehl gesucht.

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