Kultur

Von der Sehnsucht nach Schiffen

Assistenten und Co-Lehrende der Salzburger Sommerakademie stehen oft im Schatten der bekannten Künstlergrößen, die dort unterrichten. Ihnen bietet das "Periscope" mit "shifting point(s)" eine Bühne.

Zart, poetisch und vielschichtig sind die Arbeiten, die die Co-Lehrenden der Salzburger Sommerakademie im Kunstraum "Periscope" zeigen. Jede einzelne für sich lädt ein zu Gedankenreisen, Assoziationen und zeigt ihre Wirkung oft erst sehr viel später, wenn die kleine Ausstellung längst verlassen ist. "Die Lehrenden haben einen gewissen Bekanntheitsgrad und ihre Assistenten stehen meist im Schatten. Hier bekommen sie eine Plattform, wo die Studierenden auch ihre Arbeiten sehen können", erklärt Kuratorin Simone Rudolph.

Der Vielfalt des Gezeigten und der verwendeten Materialien bzw. Medien trägt die Ausstellung in zwei Teilen mit dem Titel "shifting point(s)" (engl., wechselnder Standpunkt, Wendepunkt) Rechnung.

Schiff und shifting point(s)

Dem kommt mit "Schiff" lautmalerisch die in Salzburg lebende Schauspielerin Dorit Ehlers aus Hamburg mit ihrem Flaschenpostamt besonders nahe. Sie lädt ein, der Schiffssehnsucht nachzugehen und eine Frage in einer Flaschenpost aufzugeben, die sie nach Hamburg schickt. Die Antwort bringt sie im September wieder mit nach Salzburg. Sehnsüchte ganz anderer Art stellt Franziska Schrödinger dar. Fünf Jahre lang hat sie eine Transperson bei ihrer Veränderung fotografisch begleitet. Neben den Fotos kann man die Bilder auch laufen lassen und so die Positionen wechseln. Marokkanischen Frauen hat Btihal Remli über die Schulter geschaut und die Zutaten für Hexenzauber, mit dem sie einem Djin beikommen wollen, fotografiert.

Kreidelinien von Lisa Wieder im Innen und im Außen, ähnlich einem Tennisplatz, verweisen auf Grenzen, sowohl im Sport, als auch in fragiler Vergänglichkeit. Linien spielen auch bei Daniela Löbbert eine Rolle. Sie vermischt verschiedene Medien und Methoden. Anna Pech lässt Naturgewalten auf poetische Sprache treffen und Bildhauer Stavros Mavromichalis hält den Moment des Abspaltens von Stein fest. Mit verschiedensten Materialien und Techniken schafft Ines Hochgerner eine zauberhafte Landschaft, Ana Paula Franco hat mit einer Lochbildkamera experimentiert und Noële Ody thematisiert Hände in mehreren Formen.

Seit 16. August sind noch bis zum 25. August im zweiten Teil der Ausstellung Werke von Mirela Baciak, Sonja Bendel, Michael Franz, Hammad Gilani, Anna Hofbauer, Sophia Mairer, Gleb Amankulov und Norbert Witzgall zu sehen.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 09:40 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/von-der-sehnsucht-nach-schiffen-38778766

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