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Landtagswahl 2018

Salzburger Landtagswahl: Für die ÖVP geht sich fast jede Koalition aus

Die ÖVP liegt laut Umfrage drei Wochen vor der Landtagswahl klar vorn, die SPÖ auf Platz zwei. Dahinter folgen FPÖ und Grüne.

 SN/sn

Gewählt wird erst am 22. April und nicht unterschätzen will er die Dynamik der letzten 14 Tage vor dem Urnengang - aber: ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer blickt zuversichtlich auf den Wahltermin. Eine von ihm in Auftrag gegebene Umfrage unter 800 Salzburgerinnen und Salzburgern zeigt: Die ÖVP von Landeshauptmann Wilfried Haslauer wird nach derzeitigem Stand mit 32 bis 35 Prozent Stimmenanteil klar Erster werden und ihr historisches Tief von 2013 hinter sich lassen.

Der IMAS-Umfrage zufolge landet die SPÖ mit 24 bis 26 Prozent auf Platz zwei und stabilisiert sich damit nach ihrem Wahldebakel von 2013. Damals hatten die Roten 15,6 Prozent ihres Stimmenanteils eingebüßt. Mit 16 bis 18 Prozent liegt für die FPÖ das erklärte Wahlziel Platz zwei außer Reichweite. Der angesagte Absturz der Grünen findet so nicht statt: Der Koalitionspartner der ÖVP schafft es in der Sonntagsfrage auf 14 bis 17 Prozent. Und: Die Neos werden es in den Landtag schaffen - mit rund sechs Prozent. Für Karl Schnells FPS und Hans Mayrs SBG sehen die Meinungsforscher keine Chance auf einen Einzug in den Landtag.

"Fast jeder Zweite schwankt noch in seiner Entscheidung"

Als "gmahde Wies'n" will Mayer die Landtagswahl nicht betrachten, denn: "Fast jeder Zweite schwankt noch in seiner Entscheidung oder weiß noch überhaupt nicht, welcher Partei er seine Stimme geben wird." 48 Prozent der Befragten sind in ihrer Wahlentscheidung fest entschlossen. Für 16 Prozent "steht ziemlich genau fest", wo sie ihr Kreuzerl machen werden, 29 Prozent sind in ihrer Wahlentscheidung "noch ganz unbestimmt".

Auch wenn es bis zum Wahltag noch zu Verschiebungen kommen kann: Nach derzeitigem Stand kann die ÖVP möglicherweise sogar unter drei Koalitionspartnern wählen: Eine Regierung mit der SPÖ würde sich ebenso ausgehen wie eine mit der FPÖ und - je nach Mandatsverteilung - eventuell auch eine mit den Grünen.

Hauptmotiv für das Kreuzerl bei der ÖVP sind laut Umfrage die bisher geleistete gute Arbeit, der Stil der Regierungsführung und der Landeshauptmann selbst. Wilfried Haslauer kann seinen Amtsbonus voll ausspielen. Das zeigt sich etwa bei der Direktwahlpräferenz. Zwar wird der Landeshauptmann nicht direkt gewählt, aber könnten ihn die Bürger direkt bestimmen, würden 59 Prozent Haslauer ihre Stimme geben. Walter Steidl kommt auf zwölf Prozent, Astrid Rössler auf sieben, Marlene Svazek und Sepp Schellhorn jeweils auf drei und Karl Schnell auf zwei Prozent.

Sympathiewerte: Haslauer vor Schellhorn und Steidl

Abgefragt wurden auch die Sympathiewerte der Spitzenkandidaten. Ganz vorn in der Gunst der Salzburger rangiert auch hier Landeshauptmann Wilfried Haslauer: 83 Prozent jener Befragten, die ihn gut genug kennen, um sich ein Urteil zu bilden, finden ihn "eher sympathisch". Bei Sepp Schellhorn (Neos) sind das 67 Prozent, bei Walter Steidl (SPÖ) 66 Prozent, bei Marlene Svazek (FPÖ) 45 Prozent und bei Astrid Rössler (Grüne) 43 Prozent. Damit werden Svazek und Rössler von der Mehrheit (55 bzw. 57 Prozent) als "eher unsympathisch" wahrgenommen. Am wenigsten unsympathisch (17 Prozent) wirkt Haslauer. Sepp Schellhorn und Walter Steidl werden von rund 33 Prozent als "eher unsympathisch" empfunden.

Für die kommenden fünf bis sieben Jahre sehen die Salzburger "eher größer werdende Herausforderungen" auf die Landespolitik zukommen. Auf der Liste ganz oben stehen die Bereiche Verkehr, Wohnen, Arbeit und Wirtschaft. Insgesamt stellen die Befragten der Salzburger Landesregierung ein gutes Zeugnis aus: Mit der Landespolitik "sehr" oder "einigermaßen zufrieden" sind immerhin 84 Prozent der Salzburger, "eher nicht" oder "überhaupt nicht zufrieden" sind nur zwölf Prozent.

Für die Umfrage der ÖVP hat das Marktforschungsinstitut IMAS zwischen 1. und 19. März 800 Salzburgerinnen und Salzburger ab 16 Jahren befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,5 Prozent.

Quelle: SN

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