Politik

Großgmain: Svazek wird Vizebürgermeisterin

ÖVP-Bürgermeister Schönbuchner wiedergewählt; er verliert aber die Absolute an Mandaten.

Marlene Svazek gratuliert Bgm. Sebastian Schönbuchner.  SN/www.neumayr.cc
Marlene Svazek gratuliert Bgm. Sebastian Schönbuchner.

ÖVP-Bürgermeister Sebastian Schönbuchner kann durchatmen: Er ist am Sonntag im ersten Wahlgang als Ortschef in Großgmain bestätigt worden - und zwar mit 54,3 Prozent. Allerdings hat seine Volkspartei eines ihrer bisher zehn Mandate in der Gemeindevertretung verloren - und damit die absolute Mehrheit. FPÖ-Landesparteichefin Marlene Svazek, die den Ortschef herausgefordert hatte, blieb damit hinter ihrem Wahlziel zurück: Sie erreicht nur 33,0 Prozent in der Bürgermeisterwahl und verpasst somit auch die angepeilte Stichwahl. In der Gemeindevertretung kann sich die FPÖ aber von drei auf sechs Mandate verdoppeln. Die SPÖ verliert ein Mandat; die Grünen, die heuer erstmals gemeinsam mit Unabhängigen unter dem Kürzel TÖV (Transparenz, Ökologie und Vernunft) angetreten waren, verlieren ebenfalls eines ihrer drei Mandate.

Der wiedergewählte Ortschef Schönbuchner kommentierte das Ergebnis gelassen: "Wenn man es realistisch betrachtet, war es klar, dass wir die Absolute schwer halten könnten - mit dem Antreten einer Landesparteivorsitzenden als Gegenkandidatin." Sein Trost: "Es war nur ein Mandat, das wir verloren haben. Das ist nicht die Welt. Und die bricht deswegen nicht zusammen."

Ein Wermutstropfen sei aber, dass die ÖVP nun den Vizebürgermeistersessel an die FPÖ verliere. Als eine weitere mögliche Ursache für seine Stimmverluste schloss Schönbuchner das umstrittene Hotelprojekt im Ort nicht aus: "Das wird schon eine Auswirkung gehabt haben."

Svazek kommentierte ihr Abschneiden sehr erfreut: "Wir haben uns in Mandaten verdoppelt. Schönbuchner hat es in der Bürgermeisterwahl nur knapp über 50 Prozent geschafft. Respektabstand ist das keiner." Sie habe das FPÖ-Ergebnis der Landtagswahl im Ort von 31 Prozent in der Bürgermeisterwahl sogar übertroffen und werde nun Vizebürgermeisterin werden: "Ich werde dieses Amt auch fünf Jahre lang ausüben." Aus ihrer Sicht sei wahlentscheidend gewesen, "dass die Leute wollten, dass die ÖVP-Absolute fällt; dass es Kontrolle gibt in der Gemeinde - und dass sich etwas verändert und frischer Schwung hineinkommt".

SPÖ-Bürgermeisterkandidat Stefan Haslauer trauerte am Abend dem dritten Mandat nach: "Das haben wir nur um drei Stimmen verpasst. Es ist aber gut, dass die absolute Mehrheit der ÖVP gebrochen wurde."

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