Politik

Reaktionen: Reisewarnung für Salzburg "natürlich negativ"

Der Landeshauptmann spricht von wirtschaftlichen Auswirkungen für Tourismus und Handel. Der Grenzverkehr soll nicht betroffen sein. Die FPÖ sieht bereits den Todesstoß für den Wintertourismus gekommen.

Der Grenzverkehr – etwa hier zwischen Freilassing und Salzburg – soll nicht betroffen sein.  SN/APA/BARBARA GINDL
Der Grenzverkehr – etwa hier zwischen Freilassing und Salzburg – soll nicht betroffen sein.

"Diese Reisewarnung ist für uns natürlich negativ. Sie wird sich wirtschaftlich auswirken, im Handel und im Tourismus beispielsweise, da weniger Menschen nach Salzburg kommen werden. Dramatisch wird es, wenn gesundheitspolizeiliche Grenzkontrollen mit einer Quarantäneverpflichtung einhergehen würden. Unsere Aufgabe ist es nun, die Entwicklungskurve abzuflachen - mit oder ohne Reisewarnung". So reagierte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Donnerstag auf die Reisewarnung aus Deutschland und den Niederlanden für das Bundesland Salzburg. Für den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr erwartet Haslauer aber keine Einschränkungen. "Wir sind derzeit in Gesprächen mit unseren bayerischen Nachbarn, damit der berufliche Grenzverkehr weiter möglich ist."

Reisewarnung ist "klarer Auftrag"

Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus GmbH, sieht die Reisewarnungen "als klaren Auftrag, weiterhin alles zu unternehmen, um die Infektionszahlen zu reduzieren. Wichtige Schritte wie die Vorverlegung der Sperrstunde sind bereits erfolgt und auch weitere Bemühungen, wie etwa unsere gemeinsamen Anstrengungen mit den Regionen und Tourismusverbänden, das Contact-Tracing in der Gastronomie zu verbessern, sollen schon bald die angestrebten positiven Effekte zeigen."

Haslauer appelliert erneut an die Menschen, ihre Sozialkontakte jetzt einzuschränken. "Die Zahlen in Salzburg haben sich innerhalb von 14 Tagen im Prinzip vervierfacht. Das Virus wird im persönlichen Umfeld übertragen. Egal ob in der Gastronomie oder zu Hause bei privaten Feiern und bestehende Cluster stammten aus allen Altersgruppen und allen sozialen Schichten. Die Lage wird sich nur verbessern, wenn jetzt jeder und jede Einzelne auf die Grundregeln Hygiene, Abstand und Masken tragen achtet."

FPÖ: "Todesstoß für Tourismus"

Die FPÖ sprach von einem "Todesstoß für den Wintertourismus". Landesparteiobfrau Marlene Svazek: "Im Sommer haben wir bereits einen Plan für die Herbst- und Wintermonate erbeten. Trotz Befürchtungen über einen Anstieg positiver Testungen in den Folgemonaten, hat man nicht reagiert". Die Reaktion, die dann gekommen sei (etwa die Sperrstundenvorverlegung), sei "vollkommen falsch" gewesen, meint Svazek. Das Resultat seien unnachvollziehbare Cluster im Privatbereich gewesen. Haslauer sei auf einem Irrweg, kommentierten die Freiheitlichen.

Quelle: SN

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