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Hirscher und Fenninger wie in Kindertagen obenauf

Marcel Hirscher und Anna Fenninger: Salzburgs frischgebackene Gesamtweltcupsieger kennen sich seit Kindertagen und fuhren schon damals gegeneinander - am Sonntag stemmte das Duo zeitgleich die große Kristallkugel.

Beide sind in Hallein geboren, er am 2. März 1989, sie drei Monate später am 18. Juni. Marcel Hirscher wuchs in Annaberg im Lammertal auf, Anna Fenninger im 46 Kilometern entfernten Adnet. Die Tennengauer drückten in der Ski-Hotelfachschule Bad Hofgastein gemeinsam die Schulbank, fuhren in der Kindheit gegeneinander und stemmten am Sonntag zeitgleich die große Kugel für den Gesamtweltcup.Marcel Hirschers dritter TriumphFür Hirscher war es der dritte Streich in Folge, seine Kollegin durfte die Trophäe das erste Mal in Händen halten. "Marcel ist da schon fast ein Routinier, unglaublich, dass er es dreimal hintereinander geschafft hat. Ich glaube, er freut sich auch, dass ich neben ihm stehe", sagte die 24-Jährige. "Ich gratuliere ihr zu dieser Saison, sie ist brillant. Gold bei Olympia und der Gesamtweltcup, das ist wirklich cool", sprach der 25-Jährige.Seit Kindertagen gemeinsam bei RennenVon Kindesalter an kennen sich die derzeit besten Skisportler des Planeten, beide erinnern sich gerne zurück. "Wir sind Kinder- und Schülerrennen gegeneinander gefahren. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich ihn einmal besiegt habe, aber wir haben zusammen gekämpft und hatten viel Spaß miteinander", erzählte Fenninger, die in jungen Jahren sehr viel von ihrem Vater unterstützt und begleitet wurde, ehe sie sich in ÖSV-Obhut sehr gut aufgehoben fand. Papa Ferdinand Hirscher ist nach wie vor als Trainer an der Seite seines Sohnes mit dabei.

Auch Hirscher jun. kann sich noch genau an die kleine Anna erinnern. "Ich kenne sie, seit sie ein kleines Mädchen war. Seit wir fünf, sechs Jahre waren, sind wir zusammen Rennen gefahren. Und danach hatten wir annähernd das gleiche Problem. Als wir so jung waren, haben die Leute und Insider und Experten so viel von uns erwartet, dass wir es schaffen werden - so wie wir es jetzt auch tun. Aber es ist nicht leicht, wenn schon in so jungen Jahren so viel erwartet wird", beschrieb Hirscher.

Zwei Jahre drückten die Schüler Anna und Marcel dann auch die Schulbank in derselben Klasse. "Und am Nachmittag war Training, da hat man dann fast den ganzen Tag miteinander verbracht und einiges erlebt. Da ist es voll cool, jetzt so einen Erfolg teilen zu können. Obwohl ihn jeder für sich erarbeitet hat. Aber es ist doch schon speziell, das mit so einer Person erleben zu dürfen", sagte Fenninger.Gemeinsames Training auf der ReiteralmSie müssen aber nicht beide unbedingt im selben Jahr den Gesamtweltcup gewinnen, um einander zu treffen. "Im Dezember und Jänner haben wir ein paar Tage auf der Reiteralm trainiert. Das Verhältnis ist natürlich schon anders geworden, früher hatten wir mehr Zeit miteinander. Jetzt schaut jeder auf sich selbst. Aber was wir miteinander erlebt haben, geht deswegen nicht weg. Man spürt trotzdem, dass man sich besser kennt und sich in der Nähe wohlfühlen kann", meinte Fenninger.

Quelle: APA

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