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Wahl 2019

Oberndorf: SPÖ hält den Bürgermeistersessel

Die von Schwarz und Rot heiß umkämpfte Stille Nacht-Gemeinde Oberndorf im Flachgau bleibt auch nach dem Sonntag in SPÖ-Hand. Der Gewerkschafter Georg Djundja (SPÖ) hat sich mit 55,5 Prozent in der Bürgermeister-Stichwahl gegen seine ÖVP-Herausforderin Sabine Mayrhofer (44,5 Prozent) durchgesetzt. Damit hat Salzburg erstmals einen offen bekennenden homosexuellen Bürgermeister.

Nur 163 Stimmen Vorsprung hatte SPÖ-Vizebgm. Georg Djundja am 10. März auf seine Amtskollegin von der ÖVP, Sabine Mayrhofer. Diesen Sonntag gewann er mit 55,5 Prozent aber doch relativ deutlich. Djundjas (35) Analyse: "Mich freut es, dass der konstruktive und sachlich-objektive Weg, den ich gehen möchte, von einer Mehrheit angenommen wurde." Er verspreche allen, also auch denen, die ihn nicht gewählt hätten, dass er ein Bürgermeister für alle Oberndorfer sein werde: "Es geht nicht um Parteien, sondern um Oberndorf und den Weg des Miteinanders." Seiner Meinung nach hätten die Bürger "das gegenseitige Anpatzen der Kandidaten nicht mehr gewollt." Mit Djundja, der wegen seines Lebensgefährten nach Oberndorf gezogen ist, wird der erste bekennende homosexuelle Ortschef in einer Salzburger Gemeinde. Mayrhofer (57) sagt über ihre Niederlage: "Wir haben beim Ergebnis nicht mit dieser Deutlichkeit gerechnet. Wir haben auf einen knappen Sieg gehofft. Aber da sind die Wähler in die Richtung gegangen, wie sie Oberndorf haben wollen." Eine Ursache konnte sie nicht nennen. Ihre politische Zukunft ließ sie offen: "Wer ÖVP-Vizebürgermeister wird, werden wir in den nächsten Tagen klären. Ich werde 2024 nicht mehr als Bürgermeister-Kandidatin antreten."

Peter Schröder (SPÖ) war als Bürgermeister nicht mehr angetreten

Die Wahlbeteiligung am Sonntag lag bei 67,1 Prozent. Insgesamt 4422 Bürger waren wahlberechtigt. Djundja war bereits im ersten Wahlgang auf 46,6 Prozent der Stimmen gekommen, die Unternehmerin und Wirtschaftsbündlerin Mayrhofer lag mit 40,9 Prozent nicht sehr weit zurück. In der Flachgauer Stadt war der 15 Jahre lang amtierende Bürgermeister Peter Schröder (SPÖ) nicht mehr angetreten.

In der Gemeindevertretung liegt die SPÖ weiter mit 40,8 Prozent (elf Mandate) voran. Die ÖVP verzeichnete Zugewinne auf 36,4 Prozent (neun Sitze). Die Grünen kamen auf 9,1 Prozent, die Neue Oberndorfer Wählergemeinschaft (NOW) auf 8,5 Prozent (jeweils zwei Mandate) und die FPÖ auf 5,1 Prozent (ein Mandat).

Beim SN-Gespräch in Oberndorf vor der Stichwahl ging es zwischen Georg Djundja (SPÖ) und Sabine Mayrhofer (ÖVP) beim Thema Sportzentrum heiß her.

Quelle: SN

Aufgerufen am 15.10.2019 um 11:42 auf https://www.sn.at/salzburg/wahl-2019/oberndorf-spoe-haelt-den-buergermeistersessel-67594588

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