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Wahl 2019

Wahl in der Stadt Salzburg: ÖVP legt stark zu

Die ÖVP kam auf 36,7 Prozent, die SPÖ auf 27, die Bürgerliste auf 14,4 Prozent, die FPÖ auf 8,8 Prozent. Die KPÖ hat es in den Gemeinderat geschafft, die Liste SALZ bleibt im Gemeinderat.

In der Stadt Salzburg werden die Karten im Gemeinderat neu gemischt, das Endergebnis: Die ÖVP legt um mehr als 17 Prozentpunkte zu und kommt auf 36,7 Prozent. Die SPÖ verliert mehr als fünf Prozentpunkte und kommt auf 27,0 Prozent. Rang behauptet die Bürgerliste mit 14,4 Prozent. Die FPÖ und Neos verlieren mit 8,8 bzw. 5,9 Prozent jeweils deutlich. Die Liste Salz von Christoph Ferch hält sich mit 2,5 Prozent knapp im Gemeidnerat. Weniger knapp war es für die KPÖ plus von Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl: Mit 3,8 Prozent sind die Kommunisten erstmals seit Jahrzehnten wieder im Stadtparlament vertreten.

Der ÖVP-Klub wächst deutlich. Künftig sitzen mit 16 Mandataren doppelt so viele Abgeordnete der Partei wie bisher im Gemeinderat. Die SPÖ verliert vier Mandate und hat künftig elf Abgeordnete. Die Bürgerliste bleibt bei sechs Mandaten. Die FPÖ verliert ihren Klubstatus und hat statt bisher fünf künftig noch zwei Abgeordnete. Dasselbe gilt für die Neos, die drei Abgeordnete verlieren und in der nächsten Funktionsperiode mit zwei Mandataren vertreten sind. Die Liste Salz und die KPÖ plus haben je einenabgeordneten im neuen Gemeinderat.

Im Rennen um den Bürgermeister-Sessel hat die ÖVP ebenfalls die Nase vor. Stadtchef Harald Preuner kommt auf auf 41,4 Prozent. In der Stichwahl kommt es wie erwartet zu einem Duell mit SPÖ-Herausforderer Bernhard Auinger, der 30,8 Prozent erreicht. Die übrigen Kandidaten liegen abgeschlagen dahinter, Martina Berthold von der Bürgerliste liegt mit 12,3 Prozent abgeschlagen auf Platz drei.

Politikexperte Peter Plaikner meinte im SN-Studio, dass die Entscheidung um das Bürgermeisteramt trotz des großen Abstands zwischen Preuner und Auinger noch nicht gefallen sei. "Nach der alten Farbenlehre hat Auinger die größeren Chancen", meint Plaikner. "Es dürfte in 14 Tagen noch einmal ganz knapp werden." Für die beiden Kandidaten gehe es nun darum, um jede Stimme zu "rennen".

Die Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle, die im SN-Wahlstudio die Ergebnisse analysiert, rechnete im Vorfeld mit einem "knappen Rennen". Die Stadt Salzburg sei besonders umkämpft. "Nicht zuletzt hat man das daran gemerkt, dass Bundespolitiker und auch der grüne Bürgermeister von Innsbruck öfter gekommen sind, um die jeweiligen Kandidaten zu stärken", sagt Stainer-Hämmerle. Da sich zwischen ÖVP und SPÖ das Duell um Platz eins zugespitzt habe, sei es für Kleinparteien wie die Liste Salz oder die KPÖ plus schwieriger geworden, bei der Wahl zu reüssieren.

So wählte die Stadt Salzburg vor fünf Jahren:
Die SPÖ, damals noch unter Brügermeister Heinz Schaden, erreichte 33,0 Prozent. Die ÖVP kam auf 19,4 Prozent. Die Bürgerliste war mit 13,4 Prozent die drittstärkste Fraktion. Die FPÖ und die erstmals angetretenen Neos bekamen jeweils 12,4 Prozent der gültigen Stimmen. Mit 3,4 Prozent schaffte es zudem die Liste Salz von Christoph Ferch in den Gemeinderat.

Quelle: SN

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