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Wahl 2019

Wahl im Lungau: Muhr und Mariapfarr haben wieder ÖVP-Bürgermeister, Ramingstein wird Rot

In sechs Lungauer Gemeindestuben gab es einen Mehrheitswechsel gegenüber der Gemeindevertretungswahl 2014: In St. Margarethen, Mariapfarr und Muhr erreichte die ÖVP die absolute Mehrheit

In Weißpriach wechselte die relative Mehrheit von der FPÖ zur ÖVP. In Ramingstein verlor die ÖVP ihre relative Mehrheit an die SPÖ. In Thomatal hatte 2014 die Liste Thomatal mit Valentin König die Nase vorn, diesmal die Liste "Gemeinsam für Thomatal".

Die absolute Mehrheit konnte die ÖVP insgesamt in zwölf Gemeinden erringen, in Tweng mit 67,1 Prozent sogar die Zweidrittelmehrheit. Die Liste "Gemeinsam für Thomatal" erreichte in Thomatal 100 Prozent der Wählerstimmen. In Ramingstein erreichte die SPÖ mit 46,4 Prozent der Wählerstimmen die relative Mehrheit.

Die Ergebnisse im Detail:

Den ersten Bürgermeisterwechsel gab es in Muhr: Amtsinhaber Sepp Kandler war nicht mehr angetreten. Jetzt bekam ÖVP-Kandidat Hans-Jürgen Schiefer 57,9 Prozent der Stimmen. SPÖ-Kandidat Christian Kremser bekam 31,6 Prozent, Petra Krznar von der FPÖ 10,5. In der Gemeindevertretungswahl erlangte die ÖVP ebenfalls die Mehrheit und legte um 12,2 Prozent auf 54,5 Prozent zu. Die SPÖ verlor 15,7 Prozent und liegt jetzt bei 28,9, die FPÖ bekam 16,6 Prozent der Stimmen.

Auch in Mariapfarr holt die ÖVP den Bürgermeistersitz zurück. Andreas Kaiser konnte sich bereits im ersten Wahlgang mit 57,2 gegen seine beiden Konkurrenten durchsetzen. SPÖ-Amtsinhaber Franz Doppler bekam 35,7 Prozent, Franz Josef Schiefer von der FPÖ bekam 7,2 Prozent der Stimmen. Auch in der Gemeindevertretungswahl holte die ÖVP den ersten Platz zurück und liegt mit 55,8 Prozent vor der SPÖ (32,7) und der FPÖ (11,5).

In Ramingstein holte wiederum die SPÖ den Bürgermeistersitz von der ÖVP zurück. Günther Pagitsch (SPÖ) konnte sich knapp mit 51,8 Prozent gegen seinen ÖVP-Kontrahenten (Leonhard Kocher) durchsetzen. Auch in der Gemeindevertretung hat die SPÖ nun die Mehrheit. Sie legte um 6,8 Prozentpunkte auf 46,4 Prozent zu, die ÖVP liegt bei 43,5 Prozent, die FPÖ bei 10,1.

In Weißpriach holte die ÖVP wieder die Mehrheit in der Gemeindevertretung. Die Partei legte um 10,5 Prozent auf 47,5 Prozent zu. Die FPÖ verlor 11,2 Prozent der Wählerstimmen und liegt jetzt bei 28,9 Prozent. Die SPÖ bekam 23,7 Prozent der Stimmen. Peter Bogensperger (ÖVP) war der einzige Bürgermeisterkandidat. Er bekam 86,5 Prozent Ja-Stimmen.

In Tamsweg bekam die ÖVP 59,7 Prozent der Stimmen. Die SPÖ kam auf 20,6 Prozent, die FPÖ auf 19,8. Bürgermeister Georg Gappmayer war der einzige Kandidat und bekam 83 Prozent Ja-Stimmen.

In Thomatal trat nur die Liste "Gemeinsam für Thomatal" an. Klaus Drießler von der GfT bekam 91,9 Prozent Zustimmung. Die Wahlbeteiligung (80,5 Prozent) war jedoch klar niedriger als vor fünf Jahren (89,4 Prozent). Zudem stieg die Zahl der ungültigen Stimmen stark von 6,3 auf 15,4 Prozent.

In Lessach verlor die ÖVP 4 Prozent ihrer Stimmen und liegt nun bei 59,5 Prozent. Die FPÖ überholte die SPÖ und liegt mit 21,9 Prozent auf Platz zwei, die SPÖ bekam 18,6 Prozent der Stimmen. Bürgermeister Peter Perner bekam 92,5 Prozent Zustimmung.

In St. Andrä konnte die ÖVP ihre Absolute Mehrheit behalten. Sie verlor 1,4 Prozent und liegt jetzt bei 51,5 Prozent. Die SPÖ verlor 6,3 Prozent und liegt mit 23,4 Prozent jetzt auf dem dritten Platz in der Gemeindevertretung. Die FPÖ konnte um 7,8 Prozent auf 25,1 Prozent zulegen. Bürgermeister Heinrich Perner war der einzige Kandidat und bekam 88,1 Prozent Zustimmung.

In Tweng konnte die ÖVP um 7,1 Punkte auf 67,1 Prozent der Stimmen zulegen. Die FPÖ verlor um 6,8 Prozent und liegt jetzt bei 21,9. Die SPÖ liegt bei 11 Prozent. Zur Bürgermeisterwahl trat nur Heribert Lürzer an. Er bekam 84,6 Prozent Ja-Stimmen.

In Göriach konnte die ÖVP ebenfalls zulegen. Sie hält dort jetzt die Absolute Mehrheit mit 54,9 Prozent. Die SPÖ verlor 5,2 Prozentpunkte und liegt nun bei 32,1 Prozent. Die FPÖ verlor ebenfalls, allerdings lediglich einen Prozentpunkt und liegt bei 13,1 Prozent. Zur Bürgermeisterwahl trat lediglich Reinhard Radebner an.

In Unternberg ist Peter Sagmeister (ÖVP) neuer Bürgermeister. Er setzte sich mit 88,8 Prozent gegen SPÖ-Kandidat Johann Meinhard durch. In der Gemeindevertretungswahl verlor die ÖVP leicht, behält aber mit 54,7 Prozent die absolute Mehrheit vor der FPÖ (29,2) und der SPÖ (16,1).

In St. Margarethen trat sie SPÖ nicht mehr an. Hier kam die ÖVP auf 59,1 Prozent, die FPÖ auf 40,9 Prozent. Bei der Bürgermeisterwahl setzte sich Johann Lüftenegger (ÖVP) mit 56,7 Prozent gegen Wilfried Holzer (FPÖ) durch. Amtsinhaber Gerd Brand (SPÖ) trat nicht mehr an.

In Zederhaus ist Thomas Kößler (ÖVP) neuer Bürgermeister, Er bekam 75,4 Prozent der Stimmen, Markus Baier von der FPÖ 24,6. In der Gemeindevertretungswahl behält die ÖVP mit 59,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Die FPÖ bekam 31,9 Prozent, die SPÖ 8,4 Prozent.

Wenig änderte sich in St. Michael: Die ÖVP bekam 63,2 Prozent, die SPÖ 27,3, die FPÖ 9,5 Prozent.

In Mauterndorf kam die ÖVP auf 65,2 Prozent der Stimmen, die SPÖ auf 20,3 Prozent, die FPÖ auf 14,5 Prozent. Zum Bürgermeister wurde Herbert Eßl mit 87,1 Ja-Stimmen gewählt.

Alle Ergebnisse aus dem Lungau

Aufgerufen am 27.01.2022 um 07:08 auf https://www.sn.at/salzburg/wahl-2019/wahlergebnis-von-goeriach-lessach-mariapfarr-mauterndorf-muhr-ramingstein-st-andrae-im-lungau-st-margarethen-im-lungau-st-michael-im-lungau-tamsweg-thomatal-tweng-unternberg-weisspriach-zederhaus-67019257

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