Wirtschaft

"Meilenstein" für die Almenwelt Lofer

Innerhalb von drei Jahren stieg der Umsatz um 40 Prozent. Damit konnte das selbsternannte Familienskigebiet früher als gedacht kräftig investieren.

10,6 Millionen Euro kostet das jüngste Projekt, das auf der Almenwelt allmählich Fahrt aufnimmt. Die 57 Achtersessel des neuen SenderExpress drehen schon im Probebetrieb ihre Runden, am 14. Dezember wird die Anlage offiziell eröffnet.

Es ist ein großer finanzieller Brocken für eine kleine Liftgesellschaft. Aber die Bilanz der vergangenen Jahre hat neue Pläne viel schneller ermöglicht als ursprünglich gedacht. "Wir haben innerhalb von drei Jahren eine überdurchschnittliche Umsatz-Steigerung von 40 Prozent erreicht", sagt Geschäftsführer Willi Leitinger. Konkret stieg der Nettoerlös (Sommer und Winter) von knapp vier Millionen Euro im Jahr 2016 auf über 5,6 Millionen Euro im Jahr 2019.

So wurde nach 28 Jahren die 4er-Sesselbahn Schönbühel heuer abgetragen und an ein Skigebiet in Argentinien verkauft. Der SenderExpress spielt in einer ganz anderen Liga. Die maximal mögliche Förderkapazität von bisher 1800 Personen pro Stunde wird auf 3400 beinahe verdoppelt. Größten Wert bei der Wahl der Bahn legte die Liftgesellschaft auf die Kindersicherheit. Beim Zustieg wird die Größe der Skifahrer gescannt. Sind Kinder unter einem Meter Körpergröße dabei, hebt sich das Förderband um 15 Zentimeter. Außerdem öffnet und schließt sich der Bügel automatisch. Worauf Leitinger besonders stolz ist: "Lofer ist jetzt weltweit die erste Liftgesellschaft mit zwei kindersicheren 8er-Sesselbahnen. Diese weitere Qualitätsverbesserung ist ein Meilenstein für uns."

Die neue Talstation wurde 70 Meter weiter talwärts errichtet. Dadurch konnte eine neue Piste geschaffen werden, bestehende Pisten wurden optimiert und verbreitert. Die Bergstation bleibt am Schönbühel auf 1623 Metern. Seinen Namen hat der SenderExpress übrigens vom 55 Meter hohen Funksender, der 1955 gebaut wurde und weitum sichtbar ist.

Die Almenwelt habe sich sehr gut als Familienskigebiet positioniert, auch die Top-Lage mit der Nähe zur Stadt Salzburg und dem bayrischen Raum ziehe viele Tagesgäste an, sagt Leitinger. Eine Aktion, die für Skifahrer zum "Renner" wurde: "Samstags fahren Kids bis 15 Jahre in Begleitung der Eltern frei."

Daten zum neuen "SenderExpress"

Es handelt sich um eine 8er-Sesselbahn der Firma Doppelmayr mit hebbarem Förderband beim Einstieg, Kindersicherheitsbügel, mittigem Fußraster, Sitzheizung und Bubbles.

Förderkapazität: 3400 Personen pro Stunde im Endausbau - bisher waren es beim alter 4er-Sessellift maximal 1800.

Die Fahrzeit für die 1200 Meter lange Strecke (bisher 1140 Meter) beträgt nur fünf Minuten (bisher zwölf Minuten).

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 10,6 Millionen Euro.

Am Samstag, 14. Dezember, ist der geplante Betriebsbeginn.

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