Wirtschaft

Stiegl baut Wohnungen für eigene Mitarbeiter

Gegenüber der Brauerei sind 57 Wohnungen geplant - laut Gestaltungsbeirat ein Best-Practice-Projekt.

Das sogenannte Kreuzbrückl - eine klosterähnliche Anlage, die früher ein Mädchenwohnheim war - ruht seit Jahren im Dornröschenschlaf. Nun wird das 4500 m22 große Areal gegenüber der Stieglbrauerei wachgeküsst: Die Altbauten werden abgerissen. Ab 2020 baut Eigentümer Stiegl dort 57 frei finanzierte Mietwohnungen. Die Hälfte sei für Mitarbeiter vorgesehen; die andere Hälfte werde frei vergeben, hieß es beim Gestaltungsbeirat am Donnerstag.

Die zwei Gebäude - eines in U-, das andere in L-Form - sollen vier Geschoße sowie ein zurückgesetztes Dachgeschoß umfassen. Vom Entwurf des Architekturbüros Innerhofer oder Innerhofer zeigte sich der Beirat angetan. Vorsitzender Ernst Beneder lobte die gute Eingliederung des Projekts in die Umgebung: "Die Beachtung dessen, was man hier vorfindet, führt zu einer Architektur, die unverwechselbar ist." Sehr positiv wurde bewertet, dass der Großteil des Baumbestands am Areal erhalten wird. Auch die Läufe des Kreuzbrückl- und des Gaiglbachs bleiben unverändert. Beneders Conclusio: "Das ist ein Best-Practice-Projekt." Fertig sein sollten die Wohnungen Ende 2021, heißt es von Stiegl.

Wohnbauten in Taxham und Itzling geplant

Auch zwei weitere Wohnbauprojekte waren Thema im Beirat: In der Otto-Lilienthal-Straße in Taxham will die Steiner GmbH aus Radstadt 34 Wohnungen errichten. Davor ist aber noch eine Umwidmung nötig. Geplant sind 75 Prozent geförderte Mietwohnungen. Als schwierig wurde vom Beirat die Lärmsituation bewertet, weil das Areal direkt unter der Flughafen-Einflugschneise liegt. Sogar 50 bis 60 Eigentumswohnungen will der Bauträger Kainz Immobilien in der Itzlinger Hauptstraße 56 bis 58 bauen. Dieses Projekt steht aber noch ganz am Anfang.

Bereits Anfang 2020 Baubeginn könnte hingegen für Eurofunk Kappacher in der Vogelweiderstraße 29 sein: Geplant sind eine Aufstockung sowie Sanierung des Bestandes. Entstehen wird dort das Softwarezentrum der Firma - mit künftig rund 50 (statt bis knapp 20) Jobs.

Schon fix ist der Bau der Übungsvolksschule neben der Pädagogischen Hochschule - aber erst ab Ende 2020. Zuvor muss dort ein Teil der alten Uni-Plattenbauten, die bis Sommer 2020 PH-Ausweichquartier sind, abgerissen werden. Auch Ex-Gemeinderat Wolfgang Unger dürfte mit seinem geplanten Hotel (92 Zimmer) in der Schmiedingerstraße bald loslegen. Beneder: "Im Beirat ist das Projekt durch."

Neues Suchthilfezentrum: Salzburg Wohnbau verbaut den CDK-Parkplatz

Am Parkplatz vor der Christian-Doppler-Klinik (CDK) soll ab 2020/21 ein Suchthilfe-Zentrum entstehen. Das Land wird dazu ein Baurecht an die Salzburg Wohnbau vergeben. Im Neubau mit fünf bis sechs Geschoßen (4800 m2 Nutzfläche) wird das jetzt auf zwei Standorte aufgeteilte Therapieangebot konzentriert. Gottfried Jakober, Chef der Suchthilfe Salzburg GmbH: "Derzeit haben wir 38 Betten; künftig werden es 32 sein, dafür werden wir aber auch eine stationäre Drogentherapie anbieten, die derzeit fehlt, weil wir auf Alkohol fokussiert sind." Zukünftig sollen durch das zusätzliche ambulante Angebot 400 Patienten im Jahr (statt bisher 200) behandelt werden. In das Haus, das Primar Hannes Bacher leiten wird, wird sich aber auch die CDK mit ihrer Station für Entzugsbehandlung einmieten. Kostenschätzung gibt es noch keine - auch, weil noch offen ist, ob dazu auch ein Parkhaus errichtet wird.

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