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Salzburger Festspiele

Neue Präsidentin Kristina Hammer soll die "Premiummarke Salzburger Festspiele ausbauen und schützen"

Das Kuratorium der Salzburger Festspiele präsentierte am Mittwoch die Markenspezialistin Kristina Hammer als Nachfolgerin von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Bis zuletzt war ÖVP-Politikerin Brigitta Pallauf als Favoritin für die Position gehandelt worden, die Sitzung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele endete am Mittwoch jedoch mit einer Überraschung: In der Pressekonferenz wurde Kristina Hammer als Nachfolgerin von Helga Rabl-Stadler präsentiert, die sich nach 27 Jahren als Festspielpräsidentin mit Jahresende verabschiedet.

Kristina Hammer zeigte sich in ihrer ersten Stellungnahme "stolz und dankbar. Die Bedeutung und Verantwortung der Salzburger Festspiele sind mir wohl bewusst." Mit Salzburg sei sie seit ihrer Kindheit verbunden, "ich durfte an Proben von Herbert von Karajan teilnehmen und das Debüt von Anne-Sophie Mutter miterleben. Ich habe die Bilder noch heute vor mir. Die Festspielbesuche gehörten zu meiner Jugend." Später habe sie aufmerksam die Entwicklung des Festivals beobachtet, erzählte Kristina Hammer.


Einstimmige Entscheidung aus sechs Kandidatinnen und Kandidaten

"Es war eine sehr gute, einvernehmliche Entscheidung", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Er sprach von einer "bewussten Entscheidung des Kuratoriums für einen weiteren Schritt in die Internationalität der Salzburger Festspiele. Wir trauen Kristina Hammer aufgrund ihrer Integrationsfähigkeit und sozialen Kompetenz zu, sich auch in Österreich bestens zu vernetzen."

Aus sechs Kandidatinnen und Kandidaten, die zum Hearing eingeladen worden seien, habe sich das Kuratorium auf Kristina Hammer geeinigt. Zu den Spekulationen, dass Pallauf bereits im Vorfeld als Nachfolgerin festgestanden wäre, sagte der Landeshauptmann: "Ich bin seit neun Jahren Landeshauptmann, Sie wissen, dass das nicht mein Weg ist." Der Auswahlprozess sei "ein sehr guter, offener" gewesen.

"Es beginnt ein neues Kapitel"

Mit der nunmehr zehnten Präsidentin beginne ein neues Kapitel, "das in die Zukunft führt", sagte Haslauer. Die Suche nach jungem Publikum, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehörten zu ihren künftigen Kernaufgaben, so Haslauer. Auch bei der Sponsorenfindung könne sie in der Nachfolge von Rabl-Stadler eigene Maßstäbe setzen. Man habe weder eine Persönlichkeit mit intendantischen Qualitäten noch mit kaufmännischem Schwerpunkt gesucht, beide Gebiete seien mit Intendant Markus Hinterhäuser und dem kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz ideal besetzt. "Kristina Hammer soll die Premiummarke Salzburger Festspiele ausbauen und schützen."

Viel Erfahrung mit Marken

Mit Marken hat die designierte Präsidentin viel Erfahrung: Sie ist Gründerin und Leiterin des Beratungsunternehmens Hammer Solutions mit Sitz in der Schweiz. Davor sei die promovierte Juristin "mehr als 15 Jahre international in führender Position im Bereich Marketing und Public Relations" tätig gewesen, heißt es auf der Internetseite ihres Unternehmens. Begonnen hat Hammer ihre Karriere in den 1990er-Jahren bei der Kaufhauskette Gerngross, später leitete sie das Luxuskaufhaus Steffl in Wien. Ab dem Jahr 2000 war sie für Autokonzerne wie Ford und Daimler tätig, danach für das Modelabel s.Oliver. Auch in ihrer Biografie wird ihre "Leidenschaft für Markenmanagement" hervorgehoben.


Die Pressekonferenz zum Nachschauen:

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