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Die Jacke macht den Koch

Der Koch von Welt trägt eine teure Kochjacke. Aber auch abseits der Haubenköche legen immer mehr Gastronomiebetriebe Wert auf eine qualitätsvolle und identitätsstiftende Bekleidung in der Küche.

Die Jacke macht den Koch SN/fristads kansas
Die Stars der Branche haben maßgefertigte hochqualitative Kochjacken.

Ausgerechnet in Österreich! Ausgerechnet im Land der überbordenden Gesetze und Vorschriften ist nicht geregelt, in welcher Arbeitskleidung in den Küchen der hiesigen Gastronomie gearbeitet werden muss. Während es Hygienevorschriften à la HACCP für die Lebensmittelindustrie etc. gibt, können Köche theoretisch mit kurzer Hose und Ruderleiberl am Herd stehen. Das sollten sie aber nicht und wer intelligent ist, macht das auch nicht.

Denn die Küchenbekleidung ist nicht nur Schutz, sondern sagt auch etwas über den Rang und die Hierarchie in einer Küche aus. Je qualitätsvoller die Jacke, desto hochrangiger der Koch. "Wir bieten hier mit den Produkten der Marke Bragard die absoluten Highlights der Branche an", erklärt Elmar Kandolf, Österreich-Geschäftsführer des Arbeitsbekleidungsherstellers Fristads Kansas mit Sitz in Salzburg. Mit der Kollektion "Profi Dress" deckt das Unternehmen auch alle anderen Bekleidungswünsche der Gastronomie ab. "In einer guten Küche arbeiten die Mitarbeiter ohnehin nicht mit T-Shirt oder Polo", betont Kandolf, "darauf schauen auch immer mehr Dienstgeber. Viele Firmen statten ihre gesamte Küchenbrigade einheitlich aus." Große Hotelketten wie Sheraton oder Hilton legten Wert darauf, dass die Küchenteams weltweit einheitlich aufträten.

"Eine Küche, die auf sich hält, setzt auf hochqualitative Bekleidung", weiß der Experte und nennt in Salzburg als Beispiele etwa die Restaurants Obauer oder M32. Koch-Guru Paul Bocuse habe ebenso eine Bragard-Jacke getragen wie "ganze Kochgilden in Frankreich oder der Schweiz". Und das, obwohl man die Köche normalerweise als Gast gar nicht sieht. "Die machen das auch für sich selbst. Dazu kommt, dass gute Köche auch Künstler sind, da gehört das dazu." Natürlich biete Bragard eigene Küchenjacken an, die nur dafür da seien, dass der Küchenchef im Lokal Gäste begrüße. Die sehr aufwendigen Küchenjacken für die Topstars der Branche sind Maßanfertigungen und aus hochwertiger ägyptischer langfasriger Baumwolle gemacht, dadurch sind sie sehr leicht, trotz der hohen Qualität. "Diese Jacken werden täglich gewaschen, da es in den Küchen ja Temperaturen bis zu 50 oder 60 Grad hat", erklärt Kandolf, "deshalb müssen sie langlebig und pflegeleicht sein, im Idealfall braucht man sie auch nicht zu bügeln." Das sei wichtig, weil Spitzenköche oft unterwegs seien und sich mit derlei Dingen nicht aufhalten wollten.

Außerhalb der Küchenstars setzen viele Firmen und Mitarbeiter auf die Profi-Dress-Ausstattung. "Das geht rasch und einfach mit Katalog und Internetbestellung", erklärt der Fristads-Kansas-Geschäftsführer. Gerade für Saisonbetriebe lohne es sich auch nicht, Kochjacken um mehrere Hundert Euro zu kaufen. "Wir bieten hier normale gute Küchenbekleidung, da kommt eine Standard-Kochjacke auf 50 Euro. "In den Gastroschulen wird auch gelehrt, dass die Köche sauber und ordentlich bekleidet sind", weiß Kandolf, "Schulen wie Kleßheim legen darauf großen Wert."

ARBEITSBEKLEIDUNG

Hightech statt Blaumann
Die Bedeutung von funktioneller und gleichzeitig komfortabler Schutz- und Arbeitsbekleidung ist in den vergangenen Jahren auch in Österreich deutlich gestiegen. Ob in Industrie, Handwerk, Gewerbe oder im Sport - die richtige Bekleidung sorgt für höchsten Komfort und damit beste Arbeitsleistung. Unterschiedliche, strapazierfähige Materialien und Schnitte passen sich den Anforderungen wie Hitze, Kälte, Nässe in den verschiedenen Berufe perfekt an. Die typisch blaue Latzhose wurde schon längst durch die Hightech-Arbeitshose getauscht. Berufskleidung muss vielfältigen Anforderungen entsprechen und daher werden nur die neuesten und besten Materialien verwendet, die sogar eigens dafür entwickelt wurden. Spezielle Funktionen wie Superstretch, wind- und wasserabweisende Eigenschaften oder auch schnell trocknende Materialien sind hier Pflicht, kombiniert mit trendigen Farben und Schnitten wird die Arbeitskleidung aber auch in der Freizeit immer mehr zum Trendteil.

Vorreiter Skandinavien
Als Vorreiter der Branche gilt der gesamte skandinavische Raum, hier wird Arbeitskleidung schon lang verwendet und man findet kaum mehr einen Hobbygärtner, der beim Rasenmähen nicht auch die richtigen Schuhe und eine funktionelle Arbeitshose trägt. Immer mehr kommt aber auch in Österreich dieses Bewusstsein an, der Trend und die Nachfrage steigen kontinuierlich, denn auch in der Freizeit haben Handwerker, Bastler, aber auch Sportler bereits die Vorzüge funktioneller Arbeitsbekleidung entdeckt.

Trend zu Stretch
Ein starker Trend, der sich aktuell herauskristallisiert, ist Stretchmaterial. Die gesamte Branche setzt auf Stretch, da die Bekleidung alle Bewegungen mitmacht und sich wie eine zweite Haut anfühlt. Die Stoffentwicklung ist geprägt von der Kombination charakteristischer Elemente von Arbeits- und Sportbekleidung. Die Modelle zeichnen sich sowohl durch Langlebigkeit und vorgeformtes Design als auch durch hohe Funktionalität aus.

Aufgerufen am 18.11.2018 um 11:50 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/die-jacke-macht-den-koch-995269

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