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#39 Abtreibung, Teil 1: "Niemand muss sich rechtfertigen"

Petra Schweiger ist Psychologin und berät Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben.

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Die gefragte Frau Katharina Maier

Das Gynmed-Ambulatorium im Salzburger Landeskrankenhaus ist eine von wenigen Einrichtungen in Österreich, in denen Schwangerschaftsabbrüche stattfinden. Dabei ist die Anzahl an Abtreibungen nicht gering: Jährlich entscheiden sich 30.000 bis 35.000 Österreicherinnen dafür. Das sind bundesweit rund 80 Abbrüche pro Tag.

Petra Schweiger arbeitet als Psychologin im GynMed-Ambulatorium. Sie berät Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden haben und hilft ihnen, mit der Entscheidung umzugehen. Im Podcast "Die gefragte Frau" gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Im Gynmed-Ambulatorium müsse sich keine Frau rechtfertigen, betont Schweiger: "Wir respektieren ihre Entscheidung, egal unter welchen Umständen sie getroffen wurde." Wichtig sei jedoch, dass die Frau die Entscheidung unabhängig von der Gynmed treffe: "Wenn sich eine Patientin noch unsicher ist, schicken wir sie zu einer anderen Beratungsstelle. Es gibt durchaus Frauen, die dann nicht mehr zu uns kommen, weil sie sich anders entschieden haben."

Dieses Podcast-Interview erscheint in zwei Teilen: Im ersten Teil spricht Petra Schweiger über den Ablauf und die verschiedenen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs. Außerdem gibt sie einen Einblick in die Gefühlswelt ihrer Patientinnen. Im zweiten Teil geht es um gesellschaftliche und ethische Aspekte von Abtreibungen. Der zweite Teil des Podcasts erscheint am 24. September.

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Aufgerufen am 24.09.2020 um 01:23 auf https://www.sn.at/snin/podcast/die-gefragte-frau-39-abtreibung-teil-1-niemand-muss-sich-rechtfertigen-92509279

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