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Marko Arnautovic: "Mich hat keiner angerufen"

Marko Arnautovic dementiert Kontakt zu seinem Ex-Club Inter Mailand. Offen ist die Zukunft bei Berlin-Legionär Valentino Lazaro.

Marko Arnautovic.  SN/GEPA pictures
Marko Arnautovic.

Marko Arnautovic und Inter Mailand, das war eine unvollendete Symphonie. Als 20-jähriges Supertalent kam der österreichische Teamspieler einst zu den Blau-Schwarzen, machte dort manchen Unsinn und wenige Spiele. Inter schmückte sich in der besagten Saison 2009/10 mit dem Triple aus Meistertitel, Cupsieg und Champions League. Der damals noch recht unreife Wiener Bub trug ganze 55 Minuten Einsatzzeit in der Serie A bei und ließ ansonsten Startrainer José Mourinho oft den Kopf schütteln.

Dass die Symphonie noch fertig komponiert werde, sei nicht zu erwarten, erklärte der erwachsen gewordene Marko Arnautovic am Mittwoch. "Ich habe Vertrag und bin Spieler bei West Ham. Mich hat keiner angerufen", widersprach er am Rande des Teamtrainingslagers in Klagenfurt jüngst aufgetauchten Gerüchten um eine Rückkehr nach Mailand. Auch sein Bruder und Berater Danijel habe sich in dieser Angelegenheit nicht gemeldet. "Er wäre der Erste, der mich anrufen würde, und das war nicht der Fall."

Auf wessen Mist die einschlägigen Meldungen gewachsen sind, ist auch für Arnautovic selbst rätselhaft: "Aber ich kann euch mit 100 Prozent versichern, dass da nichts Konkretes ist."

Immerhin, mit Inter würde der Teamroutinier noch einmal in der Champions League spielen. Im seinerzeitigen Lehrjahr bei Inter hatte es ja nur zur Ersatzbank gereicht. Auf seiner späteren Station Werder Bremen absolvierte Arnautovic 2010 fünf Partien in der Königsklasse, die letzte davon ironischerweise gegen Inter Mailand. "Jeder würde gern Champions League spielen", gab der 30-Jährige zu. "Ich bin sehr glücklich in der Premier League. Meine Tendenz ist nicht, meinen Bruder anzurufen und zu sagen: ,Hol mich da sofort raus.'"

Sich der Herausforderung stellen, das gilt auch für die bevorstehenden Qualifikationsspiele gegen Slowenien (Freitag/20.45 Uhr) und Nordmazedonien (Pfingstmontag). "Wir müssen und wir werden auch Punkte holen", gibt sich der Offensivspieler kämpferisch. Das werde er als Führungsspieler auch seinen Kollegen klarmachen: "Das ist ein Quali-Match, in dem es um etwas geht. Es gibt nichts Schöneres, als bei einer EM dabei zu sein."

Dass seit seinem letzten Bewerbsspiel (4:1 mit West Ham gegen Watford) fast vier Wochen vergangen sind, sieht der England-Legionär nicht als Problem, wie er bekräftigt: "Danach hatte ich zweieinhalb Wochen eine schöne Zeit mit der Familie. Trotzdem habe ich im Background weiter an mir gearbeitet."

Anders als Arnautovic könnte bei seinem Teamkollegen Valentino Lazaro im Sommer ein Umzug anstehen. "Meine Zukunft ist offen, aber ich fühle mich bei Hertha BSC Berlin sehr wohl", erklärte der Ex-Salzburger. Interesse gibt es angeblich aus Italien und von Mönchengladbach, wo nun Marco Rose werkt.

Die Konzentration gilt aber zuerst dem ÖFB-Team. Lazaro warnt vor den Slowenen: "Sie haben mit Josip Iličić einen überragenden Linksfuß und mit Andraž Šporar einen Stürmer, der weiß, wo das Tor steht."

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