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ÖFB-Team müht sich zu 3:0-Testsieg in Luxemburg

Gernot Trauner, Adrian Grbic und Philipp Wiesinger trafen für Österreich im freundschaftlichen Länderspiel. Das Ergebnis war der positivste Aspekt bei einem glanzlosen Auftritt von Franco Fodas Team.

Debütant Philipp Wiesinger erzielte das 3:0.  SN/GEPA pictures
Debütant Philipp Wiesinger erzielte das 3:0.

Man hat es nicht leicht als Fußball-Teamchef in Coronazeiten. Franco Foda kann mit Österreich in den nächsten Tagen via Nations-League-Gruppensieg den Aufstieg in Europas Elite verwirklichen. Das aber soll vorwiegend ein ganz anderes Personal erledigen als jener Hoffnungskader, der am Mittwochabend in Luxemburg seine Chance bekam, sich zu empfehlen. Das gelang nur sehr bedingt, Österreich erledigte lediglich die ergebnistechnische Pflicht und gewann den glanzlosen Test mit 3:0 (0:0).

Neben Kapitän Martin Hinteregger mit der Erfahrung von 50 Länderspielen und dem Rückkehrer Valentino Lazaro brachten es die restlichen neun in der Startelf in Summe auf 42 Partien im Teamtrikot. Die bunte Mischung aus Routiniers aus der zweiten Reihe wie Peter Zulj oder Raphael Holzhauser und Talenten wie Sasa Kalajdzic fand nur sehr mühsam ins Spiel.

ÖFB-Elf vor der Pause schwach

Kaum kreative Lösungen, wenig Inspiration in der Offensive - bis zur Pause wurde gerade einmal ein wegen Abseits nicht gegebenes Tor von Louis Schaub (42.) als Lichtblick verbucht. Die bessere Möglichkeit kam sogar von den ebenfalls nicht in Topbesetzung angetretenen Luxemburgern: Vincent Thill verfehlte das Gehäuse nach einer Fehlerserie in der ÖFB-Hintermannschaft nur knapp (32.). Die Abwehr war von dieser Szene abgesehen noch der beste Mannschaftsteil bei den Österreichern. Hinteregger, Lienhart und Gernot Trauner ließen insgesamt wenig zu.

Nach Seitenwechsel brachte Frankreich-Legionär Adrian Grbic etwas mehr Angriffspower, seinen Kopfball wehrte der Luxemburger Torhüter nur mit Mühe ab (52.). Schließlich musste ein unspektakuläres Mittel gegen die Torflaute herhalten: Eckball - Kopfball Trauner - Tor. Der beim LASK in der Bundesliga und in der Europa League oft praktizierte Spielzug, im Team mit Christopher Trimmel als Vorbereiter, brachte in der 61. Minute das erlösende 1:0 für Österreich.

Drei Kapitäne bei Österreich

Der Leerlauf in Fodas Team ging mit der Führung im Rücken weiter. Der zweite Treffer belegte nur, dass man sich in solchen Situationen auf die einfachsten Dinge besinnen sollte. Ein simpler Angriff mit Einwurf, Doppelpass und Abschluss brachte Grbic nach Vorlage von Julian Baumgartlinger sein zweites Länderspieltor (83.). Aller guten Dinge sind auch an einem recht deprimierenden Abend drei: Baumgartlinger war nach Hinteregger und Aleksandar Dragovic der dritte Träger der Kapitänsbinde bei den Österreichern, Philipp Wiesinger vom LASK, erst am Vortag nachberufen, erhöhte bei seinem Debüt in der Nachspielzeit auf 3:0. "Es ist wie ein Traum. Vor zwei Tagen bin ich noch daheim an der Playstation gesessen, jetzt gelingt mir beim Debüt ein Tor", sagte Wiesinger.

Eine ganz andere Besetzung als am Mittwoch wird am Sonntag in der Nations League in Wien gegen Nordirland antreten. Am nächsten Mittwoch soll gegen Norwegen der Sieg in der Gruppe fixiert werden.

Hoffenheim macht Corona-Probleme

Norwegen, Österreichs Konkurrent um den Nations-League-Aufstieg, konnte am Mittwoch nicht testen: Die Gesundheitsbehörde untersagte kurzfristig den Test gegen Israel. Die Covid-Infektion des Ex-Salzburgers Munas Dabbur soll dabei eine Rolle gespielt haben. Dabburs Hoffenheim-Clubkollege Christoph Baumgartner sitzt in Quarantäne. Ob er rechtzeitig vor dem sonntäglichen Spiel gegen Nordirland zum ÖFB-Team reisen kann, war vorerst unklar. Kurzum: Franco Foda hat es auch weiterhin nicht leicht als Teamchef in Corona-Zeiten.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Aufgerufen am 27.01.2021 um 12:21 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/oefb-team-mueht-sich-zu-30-testsieg-in-luxemburg-95419867

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