Die Hetzerei im Fußball bringt nur Verlierer

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Standpunkt Gerhard Öhlinger

Drei Spiele in sechs Tagen samt Reisestrapazen, hineingepresst in den übervollen Terminkalender - kein Wunder, dass Trainer, Spieler und Teamärzte ob der Belastung in der WM-Qualifikation Alarm schlagen.

Die Isländer müssen für ihr Auftakt-Triple gar von Deutschland nach Armenien und dann nach Liechtenstein hetzen. Warum die Qualifikation für die erst ein Jahr später beginnende WM in Katar bis Ende 2021 durchgepeitscht werden muss, durchblickt niemand mehr. Man hätte mit etwas gutem Willen auch ein zusätzliches Terminfenster 2022 schaffen können. Man hätte auch die Dreifach-Spieltage wenigstens gruppenweise in einer Region konzentrieren können wie in den Nachwuchsrunden.

Dem aktuellen Reise-Wahnwitz mit 75 Partien in einer Woche folgt im Sommer eine auf ganz Europa verstreute EM und 2022 eine absurde Wüsten-WM im Advent. Letztere wollen Fans laut Umfragen mehrheitlich nicht einmal im TV konsumieren. Der Fußball ist gerade dabei, sich komplett von seinen Anhängern zu entfernen.

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