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WM 2018

Russland will mit WM-Erbe Jugendfußball fördern

Russland will das WM-Erbe für die Förderung des Jugendfußballs nutzen. Der Fußballverband prüfe, wie das Training für Kinder verbessert und Jugendtrainer besser unterstützt werden können, sagte Vizeregierungschefin Olga Golodez am Montag in Moskau. "Wir erwarten, dass sich die Zahl der Kinder in den Fußballschulen verdreifachen wird", sagte sie der Agentur TASS zufolge.

Ministerpräsident Dmitri Medwedew habe ein Konzept für die weitere Verwendung der WM-Anlagen unterschrieben. Golodez zufolge spielen knapp drei Millionen Menschen in Russland Fußball. Da der Amateurbereich deutlich weniger formell in Vereinen organisiert ist als etwa in Österreich oder Deutschland, gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Hobbykicker aber deutlich höher liegen dürfte.

Russland hatte für die WM zwölf Stadien renoviert oder neu gebaut. Kritiker hatten immer wieder bemängelt, es gebe kein Konzept für die Nutzung der teuren Anlagen nach dem Turnier. Gut die Hälfte der Stadien hat keinen Erstligisten als Stammverein, der regelmäßig Zehntausende Fans anlocken könnte. Daher müssen zusätzliche Verwendungen gefunden werden.

Das Moskauer Luschniki-Stadion, wo das WM-Finale zwischen Frankreich und Kroatien (4:2) stattfand, solle künftig keiner einzelnen Mannschaft zugeordnet, sondern für große Sportevents genutzt werden, sagte Golodez. Zuvor hatten die WM-Organisatoren gesagt, im Luschniki werde künftig das russische Nationalteam seine Heimspiele bestreiten.

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