Sport

Polizist wegen Video-Weitergabe in Doping-Causa angeklagt

Ein bei der Anti-Doping-Razzia in Seefeld in Tirol involvierter Polizist, der ein Video weitergegeben haben soll, das bei der Amtshandlung erstellt wurde, ist von der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses angeklagt worden. Die Hauptverhandlung ist für den 3. April anberaumt, teilte die Behörde am Montag mit.

Anti-Doping-Razzia in Seefeld SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
Anti-Doping-Razzia in Seefeld

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wirft dem Polizeibeamten aus Ostösterreich vor, das Video an eine private WhatsApp-Gruppe versendet zu haben, aus der das Video dann weiter veröffentlicht worden sei. Der Beamte war beim Einsatz unterstützend tätig. Laut Anklagebehörde handelt es sich bei dem Video um ein Amtsgeheimnis, von dem der Beamte nur aufgrund seiner polizeilichen Tätigkeit Kenntnis hatte. Durch die Weitergabe habe er eben dieses verletzt.

Das Video wurde von dem Beschuldigten in der Nacht auf den 28. Februar weitergegeben. Noch am selben Tag konnten die Ermittler des Bundeskriminalamtes nachvollziehen, wer es weitergab. Der Beschuldigte habe sich geständig gezeigt, hieß es. Das Vergehen ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bedroht.

Auf dem wenige Sekunden dauernden Film, das von Medien verbreitet wurde, ist Langläufer Max Hauke beim Eigenblutdoping zu sehen. Er hatte die Blutinfusion noch im Arm und wurde im Zuge des Einsatzes scheinbar auf frischer Tat ertappt.

SPORT-NEWSLETTER

Jetzt anmelden und wöchentlich die wichtigsten Sportmeldungen kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 29.05.2022 um 02:52 auf https://www.sn.at/sport/mixed/polizist-wegen-video-weitergabe-in-doping-causa-angeklagt-67790557

Dickes Blut - ein Dopingskandal erschüttert den Sport in Österreich

Dickes Blut - ein Dopingskandal erschüttert den Sport in Österreich

Jetzt lesen

Kommentare

Schlagzeilen