Karate

Podestplatz trotz chaotischer Vorbereitung

Alisa Buchinger holte beim Premier-League-Auftakt Bronze und musste wieder in Quarantäne.

Alisa Buchinger (r.) fand im kleinen Finale gegen Marina Rakovic die richtige Taktik. SN/martin kremser/karate austria
Alisa Buchinger (r.) fand im kleinen Finale gegen Marina Rakovic die richtige Taktik.

Mit einer makellosen Bilanz von neun Siegen aus neun Kämpfen 2021 ist Alisa Buchinger zum Premier-League-Restart nach Istanbul gereist. Beim ersten Großturnier nach zwölfmonatiger Coronapause musste Salzburgs Karateaushängeschild zwar ihre erste Niederlage im neuen Jahr verkraften, Bronze und die gezeigte Leistung machen ihr jedoch Mut für die Mitte Juni geplante Olympiaqualifikation in Paris. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Diese Medaille ist so wichtig. Jetzt wissen wir, dass wir wieder ganz vorne dabei sind", zeigte sich Coach Manfred Eppenschwandtner erleichtert.

Dabei war die unmittelbare Vorbereitung auf das Turnier in Istanbul alles andere als ideal verlaufen. So musste Buchinger kurz vor dem Abflug nach Istanbul noch als Covid-Kontaktperson in Quarantäne. "Da musste ich mich zu Hause allein fit halten. In der Türkei konnte ich dann auch nicht Karate trainieren, da aus Sicherheitsgründen alles abgeriegelt war. So habe ich mich lediglich am Gang immer wieder locker gemacht. Die Vorbereitung war also völlig chaotisch", erklärt die 28-Jährige.

Trotz der widrigen Umstände startete Buchinger mit einem 10:3-Sieg über die Mazedonierin Angela Mojsovska perfekt ins Turnier. Zwar folgte mit einer 0:5-Niederlage im Achtelfinale gegen die groß gewachsene Ägypterin Feryal Abdelaziz gleich ein schwerer Dämpfer, mit zwei Siegen in der Hoffnungsrunde zog Buchinger aber noch in den Kampf um Bronze ein.

Dort traf sie auf Marina Rakovic aus Montenegro, gegen die sie vor einem Jahr in Dubai noch das kleine Finale verloren hatte. "Diesmal hatten wir eine neue Taktik, wollten Rakovic kommen lassen und sie dann überlaufen. Das ist voll aufgegangen", freute sich Coach Eppenschwandtner nach dem souveränen 3:1-Sieg, der Buchinger Bronze sicherte. Die Medaillenvergabe fand dann allerdings ohne die Salzburgerin statt. Da die Ägypterin Abdelaziz am Finaltag positiv auf Corona getestet wurde, galt Buchinger erneut als Kontaktperson und musste nach ihrem Kampf sofort wieder zurück ins Hotel und in Quarantäne.

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