Karate

Pokorny kämpft als einziger Salzburger um Edelmetall

Karate-Ass Alisa Buchinger scheiterte beim Premier-League-Heimturnier in der Hoffnungsrunde, Robin Rettenbacher nach seltsamer Schiedsrichterentscheidung.

"So was hab ich zuvor noch nicht erlebt, umso bitterer, dass es ausgerechnet hier in Salzburg passiert", meinte Lokalmatador Robin Rettenbacher nach seinem Drittrunden-Aus beim Premier-League-Turnier in der Sporthalle Alpenstraße sichtbar enttäuscht. Nach einem Freilos hatte der Tennengauer am Samstag seinen Auftaktkampf bis 84 kg souverän mit 4:2 gewonnen. Gegen den Kasachen Igor Chikhmarev meinten es die Schiedsrichter dann nicht gut mit ihm. Als eigentlich klar aktiverer Kämpfer kassierte Rettenbacher nach Ablauf der Zeit einen Treffer und wurde zur Überraschung aller zum Verlierer deklariert. Trainer Manfred Eppenschwandtner legte prompt Protest ein, dem nach Ansicht der Videoaufzeichnung auch stattgegeben wurde. Die Freude darüber währte aber nur kurz, da das Kampfgericht dennoch den Kasachen zum Sieger erklärte.
Für Alisa Buchinger (-68 kg) endete das Turnier erst in der Hoffnungsrunde. Nach einem ungefährdeten 6:1-Auftaktsieg gelang es ihr gegen die Chinesin Li Gong, einen frühen 0:2-Rückstand auszugleichen. Ein weiterer Treffer wollte aber keiner Kämpferin mehr gelingen. Da sich die Asiatin anschließend bis ins Finale vorkämpfte, bekam Buchinger noch die Chance, sich über die Hoffnungsrunde für das Duell um Bronze zu qualifizieren. Gegen die Russin Victoria Isaev ging zwar diesmal die Salzburgerin früh mit 2:0 in Führung, und lag 22 Sekunden vor Schluss noch mit 2:1 voran. Doch dann nützte ihre Gegnerin eine Klammersituation, um selbst in Führung zu gehen. Buchinger setzte noch einmal alles auf eine Karte, öffnete die Deckung und verlor am Ende mit 2:6. "Eine Unachtsamkeit, dann kam der Treffer gegen meinen Kopf - so etwas darf mir eigentlich nicht passieren", meinte die Salzburgerin, die neben Rang neun trotzdem viel Positives aus dem Heimturnier mitnimmt. "Ich habe wieder gezeigt, dass ich auch einen Rückstand aufholen kann. Ich werfe jetzt nicht mehr gleich die Nerven weg, bleibe fokussiert und suche meine Chancen. Das werde ich auch beim Qualifikationsturnier Paris gut brauchen können", erklärte die 27-jährige Heeressportlerin.
Da die für Wels startende Adneterin Lora Ziller (+68 kg) am Samstag bereits in Runde eins die Segel streichen musste, ruhen Salzburgs Medaillenhoffnungen nur mehr auf Stefan Pokorny. Der Lokalmatador hatte sich schon am Vortag für das kleine Finale bis 67 kg qualifiziert. Dort kämpft der 28-Jährige am Sonntag wie auch die Vorarlbergerin Bettina Plank (-50 kg) um Bronze. "Ich fühle mich super und werde alles geben", kündigt Pokorny an.

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