Karate

Pokorny visiert bei der EM den Bronze-Hattrick an

28-jähriger Salzburger kämpft auch bei der EM in Poreč um Edelmetall.

Stefan Pokorny will seine Erfolgsserie bei Europameisterschaften auch in Porec fortsetzen. SN/krugfoto
Stefan Pokorny will seine Erfolgsserie bei Europameisterschaften auch in Porec fortsetzen.

Mit 28 Jahren ist Stefan Pokorny der große Routinier in Österreichs Kämpferriege bei der Karate-Europameisterschaft in Poreč. Seine Erfahrung wird der Salzburger auch benötigen, wenn er am Samstag (16.30 Uhr) Österreichs Erfolgsbilanz der letzten Jahre fortschreiben will.

Seit 2013 hat das rot-weiß-rote Team stets mindestens eine Medaille von den internationalen Titelkämpfen mit nach Hause gebracht. Bislang stehen heuer aber lediglich siebte Plätze von Ex-Weltmeisterin Alisa Buchinger und Salzburgs Nachwuchshoffnung Luca Rettenbacher zu Buche. Am Finaltag hat Pokorny als letzter Österreicher noch die Chance auf Edelmetall.

"Dass wir als kleine Nation in einer solchen Weltsportart die letzten Jahre stets Medaillen holen konnten, war schon eine kleine Sensation. Bei der großen internationalen Konkurrenz ist das keinesfalls selbstverständlich. Umso mehr freut es mich, dass wir durch Pokorny auch heuer wieder voll im Kampf um Edelmetall mitmischen", erklärt Trainer Manfred Eppenschwandtner.

Dabei war der 28-jährige Kuchler auf seinem Weg ins kleine Finale gleich mehrfach am Rande einer Niederlage gestanden. "Eigentlich habe ich mich in der gesamten Vorrunde nicht ganz so stark gefühlt wie zuletzt. In drei meiner vier Matches musste ich einem Rückstand nachlaufen", erinnert sich Pokorny. "Besonders außergewöhnlich war dann der Kampf ums kleine Finale. Mir gelang ein Beinfeger und ich dachte, es gäbe einen Ippon für mich. Es war aber umgekehrt, ich lag plötzlich mit 0:3 zurück und wusste, dass ich jetzt Vollgas geben muss." So drehte Pokorny das Match mit viel Kampfgeist noch in einen 7:5-Sieg und zog zum dritten Mal in Folge ins kleine Finale der EM ein.

"Er hat einfach Nerven wie Drahtseile", erklärte Coach Eppenschwandtner beeindruckt. Im Kampf um Bronze gegen den Kroaten Boran Berak sieht er seinen Schützling auch deshalb leicht im Vorteil. "Nachdem er bereits 2018 und 2019 Bronze gewonnen hat, weiß er, wie sich das anfühlt, und geht ganz entspannt ins kleine Finale", weiß der Bundestrainer. Ein wenig Sorge bereitet ihm lediglich, dass das Gastgeberland bislang bei der EM nicht so gut abgeschnitten hat. "Auf den kroatischen Kämpfern lastet sicher viel Druck. Da hoffe ich, dass es hier zu keiner Bevorzugung kommt. Ohne einen solchen Heimvorteil ist Poko auf jeden Fall stark genug, um Berak zu schlagen", betont Eppenschwandtner.

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