Karate

Stefan Pokorny muss um seinen EM-Start bangen

Salzburger zog sich kurz vor dem Abflug in die Türkei im Training einen tiefen Cut unter dem Auge zu. Bei den letzten drei Europameisterschaften holte er jeweils die Bronzemedaille.

Stefan Pokorny hatte im Vorfeld der EM gleich doppeltes Verletzungspech.  SN/karate austria/martin kremser
Stefan Pokorny hatte im Vorfeld der EM gleich doppeltes Verletzungspech.

Voller Zuversicht und Tatendrang präsentierten sich kurz vor ihrem Abflug in die Türkei die vier Salzburger Teilnehmer an der Karate-Europameisterschaft in Gaziantep. Dass Stefan Pokorny dabei eine Sonnenbrille trug, war nicht allein dem schönen Wetter geschuldet. "Ich habe mir im Training bei einem Zusammenstoß leider einen Cut unter dem Auge zugezogen", gestand der 30-jährige Routinier. Eigentlich keine große Sache, doch könnte die Verletzung schlimmstenfalls sogar seinen Start bei der EM verhindern.

Dass die Offiziellen den Cut als zu gravierend für einen Kampf einstufen könnten, daran will Pokorny aber lieber nicht denken. "Ich gehe davon aus, dass bis Mittwoch alles gut genug verheilt ist", gibt sich der Salzburger optimistisch. Dass ihm die Verletzung den Kampf um seine vierte EM-Bronze in Folge nicht wirklich einfacher macht, ist ihm freilich bewusst. "Die Stelle ist natürlich ein Ziel für meine Gegner. Denn wenn Blut fließt, droht mir das Aus durch technischen K. o.", weiß Pokorny, der noch ein weiteres kleines Handicap mit sich herumschleppt.

Denn beim Trainingslager in Gran Canaria renkte er sich (nicht zum ersten Mal) den großen Zeh aus. "Deshalb habe ich die letzten Trainings auch mit Schuhen absolviert. Aber im Kampf sollte mich das nicht behindern, da denkst du an so was nicht", betont Pokorny.

Ohne Verletzungen haben das Camp auf der spanischen Insel die Zwillingsbrüder Luca und Robin Rettenbacher sowie Alisa Buchinger überstanden. Die 29-jährige Ex-Weltmeisterin hat in der Türkei ihre bereits sechste EM-Medaille im Visier, zwei Mal (2015 und 2018) hat sie sogar Gold geholt. "Natürlich will ich wieder aufs Podest kommen. Aber dafür muss alles zusammenpassen, denn die Konkurrenz ist sehr stark", weiß Buchinger, die bei den letzten drei großen Turnieren jeweils nur knapp eine Medaille verpasst hat.

Ganz vorn wollen bei der EM auch die Rettenbacher-Brüder mitmischen. Die beiden sind (wie Pokorny, der nun bis 75 kg kämpft) erst Anfang des Jahres in höhere Gewichtsklassen gewechselt. Luca tritt neuerdings bis 84 kg an, Robin misst sich über 84 kg mit den Schwergewichten. "Wir fühlen uns beide in den neuen Gewichtsklassen sehr wohl, weil wir jetzt nicht mehr vor den Kämpfen abnehmen und beim Essen so sehr aufpassen müssen", erklärt Robin.

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